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Il Trovatore (Der Troubadour)
Jussi Björling, Tenor * Zinka Milanov, Sopran * Leonard
Warren, Bariton * Fedora Barbieri, Mezzosopran * u.a.
RCA Victor Orchestra * Robert Shaw Chorale
Dirigent: Renato Cellini
Aufgenommen vom 21. Februar bis zum 16. März 1952 im Manhattan Center,
New York. Die Aufnahme wurde für diese CD von Mark Obert-Thorn technisch
restauriert.
Was für eine Traumbesetzung der vier Protagonisten. Und dadurch wurde dieser
Trovatore zu einer legendären Aufnahme auf Tonträger. Jussi Björling als
Manrico, Zinka Milanov in der Rolle der Leonora, Leonard Warren singt den Grafen
Luna, Fedora Barbieri gibt die Azucena und der ausgezeichnete Renato Cellini
steht am Pult.
Björling und Warren haben zwei Dinge gemeinsam, sie sind beide 1911 geboren,
leider mußten sie auch beide 1960, im Alter von nur 49 Jahren, die Bühne des
Lebens und die der Oper verlassen. Leonard Warren starb am 4. März 1960
während einer Vorstellung. In der Rolle des Don Carlo di Vargas (La forza
del destino, Die Macht des Schicksals, Verdi) bricht er tot zusammen,
nachdem er die Arie "Urnafatale" beendet hatte. Im Jahr 1937 hat er an
der Met vorgesungen, an der er 21 Jahre singen sollte und wurde sofort
engagiert, obwohl er über keinerlei Repertoire verfügte. Zwei Jahre später
debütiert er an der Met in Simone Boccanegra (Verdi). 1943 sprang er für den
erkrankten Lawrence Tibbett ein und sang erstmalig den Rigoletto. In dieser
Rolle ist er unübertrefflich und sie macht ihn berühmt. - Jussi Björling
erhielt von seinem Vater bereits mit 5 Jahren Gesangsunterricht. Mit seinen
Brüdern Olle und Gösta bildet er mit seinem Vater ein Quartett und sie treten
in der ganzen Welt auf. Am 11. Juli 1930 tritt er erstmalig als Solist auf, in
der kleinen Rolle des Lampenanzünders in Manon Lescaut (Puccini). Am 20. August
des gleichen Jahres singt er bereits den Don Ottavio in Don Giovanni (Mozart)
und wenig später den Arnold in Rossinis Wilhelm Tell. Von Stockholm geht es
nach Helsinki, Oslo, Kopenhagen, Riga, Wien, Prag, Chicago und letztlich
an die Met. Björling hatte wohl eine der schönsten Tenorstimmen und er wird
nicht umsonst als Nachfolger von Caruso genannt. - Zinka Milanov, 1906 in Zagreb
geboren, debütiert 1927 als Leonore (Il trovatore, Verdi) in Ljubljana. Von
1928 - 1933 gehört sie zum Ensemble der Prager Oper. 1936 debütiert sie an der
Met und wird als 1. Sopranistin engagiert. Dort verabschiedet sie sich auch 1966
von der Bühne. Dreißig Jahre an der Met, das ist schon eine Leistung. Sie war
eine der bedeutendsten Verdi-Interpretinnen ihrer Generation. - Fedora Barbieri,
1920 in Triest geboren, debütiert 1940 in der Oper Die heimliche Ehe (Cimarosa).
Drei Jahre später unternimmt sie eine Tournee durch Deutschland, Belgien und
die Niederlande. 1945 tritt sie in Florenz als Azucena (Il trovatore, Verdi)
auf. Danach ging es dann schnell und steil aufwärts. Von Buenos Aires über
London, Paris, Wien, San Francisco und Chicago ging es dann zur Met, die
Krönung und höchste Weihe für jeden großen Opernstar. Ihre Präsenz auf der Bühne, ihre
schauspielerische Begabung und ihre wunderschöne Stimme lassen sie zu einer der
wichtigsten Mezzo-Sopranistinnen ihrer Zeit werden. - Dieser Trovatore
gehört in jede Opernsammlung. A.L.
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