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Händel, Georg Friedrich (1685-1759) |
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RODRIGO HWV 5 "Vincer se stesso è la maggior vittoria (Rodrigo)" (unbekannt, nach "Il duello d'amore, e di vendetta" von Francesco Silvani)
Rodrigo .......... Gloria Banditelli Curtis
Der Rezensent ist grenzenlos begeistert und weiß nicht, wie er diese Begeisterung so in Worte fassen kann, dass sie auch auf den Leser abfährt. Die Superlative scheinen noch zu wenig für dieses durch Mark und Bein gehende Klang- und Interpretationserlebnis, diese Musik kann Leute in die Knie zwingen. Dazu kommt ein engagiertes, stimmgewaltiges und -sicheres Ensemble hochkarätiger und zum Teil bekannter Sängerinnen und Sänger (Tenor Rufus Müller hält das Banner der Männerstimmen hoch!). Und die Musik - hier hat Händel nicht gespart und schnell zusammengestoppelt, nein, hier hat er ausgestaltet und rangeklotzt, zur unumwundenen Freude des Hörers. Wirklich eine Frage, wieso es diese Oper nicht unter die beliebtesten Händelopern geschafft hat. Naja, nicht ganz so unverständlich, hatte sie doch ein Manko: die Musik / Noten gingen teilweise verloren und so war denn eine Aufführung, geschweige denn Einspielung erst möglich nachdem Anfang der 1980er in England endlich eine komplette Fassung des dritten Aktes gefunden wurde. In Kleinarbeit, die auch die Neukomposition von einigen wenigen Rezitativen umfasste, wurde die Oper nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen rekonstruiert und erst dann wieder aufgeführt und schließlich auch auf CD eingespielt vom Il Complesso Barocco! Es gab schon eine Plattenaufnahme der EMI von 1987, die aber nie auf CD transponiert wurde, und so bleibt denn diese die einzig greifbare Einspielung - Aber bitte: nicht deswegen ist sie absolut zu empfehlen, sondern weil das Stück einfach nur phantastisch ist. Auf jeden Fall zeigt die Oper eindeutig ihre Provenienz aus Italien, schrieb sie Händel doch während seiner italienischen Jahre; und gerade im Rodrigo zieht er mindestens gleichauf mit seinem Lehrvater, Altmeister Alessandro Scarlatti, wenn er ihn nicht gar übertrumpft. Den Part des willensschwachen Rodrigo, des Königs von Spanien, und den seiner Frau, der weisen Königin Esilena, hat Händel ursprünglich mit zwei Kastraten besetzt; in dieser Einspielung werden die Rollen brillant dargeboten von Gloria (wie passend) Banditelli und Sandrine Piau. Absolute Hammerarien in dieser Oper sind "Ti lascio alla pena d'un core
trafitto da troppa pietà" (Rodrigo - 1/12)
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2 CDs Virgin / EMI 7243 5 45897 2 0 Mai 1999 Spielzeit:
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Letztes Update: 27.02.2007, 01.18 Uhr |
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