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Händel, Georg Friedrich (1685 - 1759) |
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GIULIO CESARE IN EGITTO Giulio Cesare ......... Sarah Connolly Orchestra of the Age of Enlightenment William Christie
Nun ist Giulio Cesare zweifelsohne eine von Händels erfolgreichsten Oper - sowohl was das Einkommen zu Händels Lebzeiten angeht als auch die Anzahl der Aufführungen und Einspielungen, die seitdem zu verzeichnen sind. Auf CD (bzw. vorher LP) waren bis zum Jahr 2000 15 verschiedene Einspielungen verfügbar, seitdem ist 2003 neu erschienen. Daneben gibt es auch schon auf DVD -
die kostümatorisch und gesanglich ansprechende, wohl Standardeinspielung zu
nennende Aufzeichnung mit Janet Baker als Julius Caesar, Valerie Masterson als
Cleopatra, Della Jones als Sesto von 1984 (unter MacKerras) - erschienen bei
Arthaus und nun eben die Applaus über Applaus einheimsende Aufführung vom Glyndebourne Festival 2005. Das ist aber auch wirklich eine gelungene Inszenierung. Nicht historisch und nicht richtig modern, sondern so dazwischen, spielt die Handlung schon in Ägypten, aber im 19. Jahrhundert, als die Britten das Land okkupierten. Sie treten wie Cesare seinerzeit als Kolonialherren auf, aber in völlig anderer Aufmachung eben - mit dem allseits bekannten Tropenhut zum Beispiel. Die Szenen der Einheimischen, allen voran der Cleopatra, wirken demgegenüber wie aus einem orientalischen Animiercafé ... Aber gerade in diesen lasziven, ausschweifenden Bewegungen und den sagenhaft kolorierten Arien und Rezitativen kommen der Unterschied in der Lebenswelt und eben die Gegensätze zwischen Kolonialherren und Kolonisierten ganz gut zum Ausdruck. Auch ansonsten haben wir eine sehr interessante, farbenprächtige und mit viel Liebe gestaltete Kulisse ... Am hervorstechendsten für den Rezensenten waren jedoch die einzigartige Cleopatra (Danielle de Niese), die die schwierigen Arien mit Bravour meistert und auch schauspielerisch ansprechend untermalt sowie der neu am Countertenorhimmel aufgehende Stern des Christophe Dumaux in der Rolle des Tolomeo. Gewohnt prächtig kommt zudem das (vielleicht etwas dock anmutende) 3er-Pack von Opus Arte daher mit einem wiederum ausführlichen und reich bebilderten Booklet als Beigabe. Wie sonst auch bleibt nur zu kritisieren, dass OA zum Inhaltsverzeichnis keine Tracknummern dazu gibt, so dass man nicht einfach per Skip-Funktion schnell zu der einen interessierenden Arie etc. gelangen kann. Das ändert aber nichts am
generellen Qualitätsurteil: den Beifall voll verdienende Einspielung unter
William Christie mit einem überzeugenden Leistung in einer etwas anderen, aber
eingängigen Inszenierung. D.C. Diskografie der noch verfügbaren Einspielungen dieser Oper auf CD und DVD (in Italienisch)
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Christophe Dumaux |
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3 DVDs Spielzeit: 305 Minuten
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Letztes Update: 27.02.2007, 01.18 Uhr |
- Alle Angaben ohne Gewähr! - |