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Händel, Georg Friedrich (1685-1759) |
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ADMETO, RE DI TESSAGLIA (HWV 22) Renè Jacobs, Altus (Admeto) Il Complesso Barocco Aufnahme aus der Menonitenkirche, Haarlem (Netherlands)
- 23.-29.05.1977
**** 3 CDs - Virgin Classics/EMI - 5613692 3 - Juli 1998 ***** Das ist ja schon bald ein musikhistorisches Dokument. Auf der einen Seite hören wir mit dieser EMI-Einspielung der 1978 produzierten HWV22-Oper ADMETO von 1727 eine der ersten Händel-Einspielungen des ehemaligen akademischen Lehrers Alan Curtis. Hier steckt sein Versuch, die Orchestrierung Händels möglichst originalgetreu wiederzubeleben, noch in den Kinderschuhen, allerdings sehr gut gearbeiteten. Auf der anderen Seite haben wir in der Titelrolle den damals noch als Countertenor tätigen, inzwischen zu einem der besten musikalischen Leiter für Barockeinspielungen avancierten René Jacobs in einer gleichsam ihm auf den Leib geschriebenen Rolle. Auf jeden Fall geht die Stimmgewalt und das emotionale Repertoire des in den König von Tessalien Verwandelten wirklich unter die Haut. Die Uraufführung war am 31. Januar 1727 am Londoner King's Theatre mit dem Altkastraten Senesino in der Titelrolle und Faustina Bordoni-Hasse in der der Alceste, Admetos Frau. Speziell auf den Leib der Sopranistin Francesca Cuzzoni komponierte Händel die Rolle der früheren Verlobten Admetos, Antigone. Schon damals erwies sich diese Oper Händels als Erfolg und sah nicht nur Wiederaufnahmen in London selbst in den Jahren 1728 und 1731, sondern auch, in einer deutschen Überarbeitung von C. G. Wendt, den Weg nach Braunschweig (1729) und Hamburg (1730). In Braunschweig auch begann die Wiederentdeckung der Oper mit der Neueinspielung und Bearbeitung von H. Dütschke im Jahre 1925. Neben der hier besprochenen Einspielung für die EMI von 1977 sei unbedingt noch auf den aufführungs- wie gesangstechnischen Höhepunkt der Halleschen Händelfestspiele von 1999 hingewiesen, bei dem Christophe Rousset mit seinem Ensemble Les Talens Lyriques ein hochkarätiges Sängerensemble mitreißend in einem beeindruckenden Bühnenbild von Jean-Philippe Corrigou (Regie: Nathalie van Parys) agieren ließ und das Publikum zu stehenden Ovationen bewegte! Leider jedoch wurde diese damals nicht mitgeschnitten - so wie die sehr modernistische und zweifelnden Applaus erntende Nachfolgeaufführung des Opernhauses Halle von 2006, die vom MDR (man staunt, nicht?) mitgeschnitten und, natürlich, im Spätnachtprogramm gesendet wurde - und somit möglicherweise auch auf DVD erscheinen wird. Schließlich und endlich sei erwähnt, dass sich Gluck desselben Stoffes annahm, seine Oper aber nach der weiblichen Hauptrolle ALCESTE betitelte. Eine tolle Sache, trotz des vielleicht wenig einladenden Covers UNBEDINGT kaufen!!!D.C. + Libretto (Italienisch) bei karadar +
Aufführung bei den Halleschen Händelfestspiele von 1999
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3 CDs
Virgin Classics/EMI 5613692 3 Spielzeit: 216 Minuten auf 3 CDs
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Letztes Update: 27.02.2007, 01.18 Uhr |
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