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Debussy, Claude (1862-1918) |
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Pélleas et Mélisande
Rodney Gilfry (Pelléas) Chor des Opernhauses Zürich Inszenierung Sven-Eric Bechtolf Aufzeichnung aus dem Operhaus Zürich, November 2004
Claude Debussys einzige vollendete Oper Pelléas et Mélisande, die fast wörtlich das beliebte, 1893 uraufgeführte Bühnenstück des späteren belgischen Literaturnobelpreisträgers Maurice Maeterlinck (1862–1949) um eine neue Dimension erweiterte. Und dabei freilich das rätselvolle, fast statische Märchengeschehen in seiner symbolistischen Zeichenhaftigkeit beließ, ja diese durch die wie absichtslos dahinschwebende, ohne mit Arien oder Ensembles Zäsuren setzende und auch nicht auf den Wiedererkennungswert einer Melodie spekulierende Musik eher noch verstärkte. Mit Debussys Oper begann vehement das 20. Jahrhundert auf der Opernbühne. Leise und unspektakulär eigentlich, aber um so nachhaltiger. Nicht mehr auf äußere Überrumpelung und Schaueffekte, sondern auf eine innere, tiefere Wahrheit bedacht, die sich dem Zuschauer viel subtiler, aber auch nur scheinbar absichtslos präsentiert. Im Phantasiekönigreich Allemonde triff der Witwer Golaud im Wald am Teich die weinende Mélisande, die ihre Krone verloren hat. Er verliebt sich, heiratet sie und nimmt sie mit in sein Schloss. Sein Stiefvater liegt irgendwo krank darnieder, in manchen Inszenierungen taucht er als stumme Figur auf. Dann sind da noch Golauds Mutter Geneviève, sein Großvater, der König Arkel und sein Halbbruder Pelléas. Der verliebt sich gleichfalls in die schöne Teilnahmslose – und diese fühlt sich offensichtlich auch zu ihm hingezogen. Von der fauligen Atmosphäre des Schlosses abgestoßen, sitzen beide am Brunnen, wohinein Mélisande Golauds Ring fallen lässt. Als der, verletzt und wütend von der Jagd zurück, das bemerkt, lässt er sie den Ring suchen. Während sich Mélisande kämmt, kommen sie und Pelléas sich nahe. Der argwöhnische Golaud zwingt seinen kleinen Sohn Yniold, das Paar auszuspionieren. Pelléas will abreisen, gesteht aber der schwangeren Mélisande am Brunnen seine Liebe. Sie küssen sich, als der vor Eifersucht rasende Golaud herbeistürmt und Pelléas erschlägt. Melisande gebiert ihr Kind und stirbt. Golaud trauert und weiß nicht, ob mit dem schwächlichen Säugling eine Zukunft für das dahinwesende Land Allemonde möglich sein wird. Manuel Brug - Aus dem DVD-Booklet |
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Spielzeit: 161 Min.
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Letztes Update: 27.02.2007, 01.18 Uhr |
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