Vincenzo Bellini (1801 - 1835)

 

Norma

Norma ............. Maria Callas
Pollione ........... Mario Filippeschi
Adalgisa .......... Ebe Stignani
Oroveso .......... Nicola Rossi-Lemeni
Flavio .............. Paolo Caroli
Clotilde ........... Rina Cavallari

Chor und Orchester der Mailänder Scala
Dirigent: Tullio Serafin

Zusätzlich Highlights aus Norma dargeboten von legendären Sängern/innen wie:

Rosa Ponselle * Gina Cigna (Sopran) * Irene Minghini-Cattaneo (Mezzo-Sopran) * Marion Telva (Alt) * Francesco Merli * Giovanni Breviario (Tenor) * Ezio Pinza * Tancredi Pasero (Bass)

Die Gesamteinspielung der Norma wurde in der Zeit vom 23. April bis zum 3. Mai 1954 im Cinema Metropol in Mailand aufgenommen.

Auch dieser Aufnahme hat sich Mark Obert-Thorn angenommen und sie wunderbar restauriert. Hier seine Anmerkung zu dieser Arbeit: "Die Übertragung der kompletten Oper besteht aus den besten Teilen von zwei britischen LP-Pressungen der 1950er-Ära. Diese schienen mir den offensten und am wenigsten bearbeiteten Sound innerhalb der Aufnahmen, welche mir zur Bearbeitung zu Verfügung standen, zu liefern. Die originalen Master-Bänder waren ebenso problematisch wie andere frühe Aufnahmen, welche die Callas mit der italienischen EMI machte, da sie Verzerrungen (entstanden durch Übersteuerung), elektronische Klicks und Klopfgeräusche während einiger der lauteren Passagen der Callas enthielten (diese kann man auch auf einer EMI-eigenen CD-Bearbeitung hören).
Im Gegensatz zu den vorausgegangenen CD-Neuauflagen der EMI von dieser Norma habe ich die mehrere Sekunden andauernde Stille in der Musik, welche auf CD 2 beim Übergang von Track 4 zu Track 5 erscheint, geschlossen, da diese Stelle ohne Pause gespielt werden soll (wie Dr. Robert E. Seletsky in seinem Artikel "Callas at EMI: Remastering and Perception" in der Frühjahrsausgabe 2000 von The Opera Quarterly bemerkt)."

(Aus dem Englischen übersetzt von A. Evers.)

Spricht man von der Bellini Oper Norma, so ist der Name Maria Callas nicht weit. Es dürfte sich bei dieser Einspielung um eine Referenzaufnahme handeln, Maria Callas in ihrer Bestzeit. Dank Mark Obert-Thorn hat diese Monoaufnahme aus dem Jahre 1954 enorm an Klangqualität gewonnen.

Wie auch bei Lucia di Lammermoor (Donizetti), die Naxos veröffentlicht hat, wurden auch bei der Norma Titel aus gleichnamiger Oper von historischen Interpreten an die komplette Oper angehängt. Eine wunderbare Zugabe, die sehr begrüßenswert ist und die nach Fortsetzung schreit. So ganz nebenbei wird der Hörer auf diesem Weg mit großartigen Sängern/innen aus längst vergangenen Tagen bekannt gemacht und er wird sicher die eine oder andere herrliche Stimme entdecken. Zuerst sei die große Sopranistin Rosa Ponselle (1897 - 1981) aus Meriden (Connecticut) angeführt, die eine hervorragende Gesangstechnik besaß und deren Stimme von ungewöhnlicher Schönheit war. Caruso, der oft mit ihr gesungen hat, setzte sich für ihren ersten Auftritt an der Met ein (La forza del destino, Verd). Von 1918 bis 1936 gehörte Rosa Ponselle der Met an und sie feierte dort wahre Triumphe. Francesco Merli (1887 - 1976), italienischer Tenor aus Mailand, verfügte über eine kraftvolle Heldentenorstimme. Sein Debüt gab er 1914 in der Oper Mosé von Rossini. Im Jahr 1950 trat er von der Bühne ab und betätigte sich als Pädagoge. Ezio Pinza (1892 - 1957), herrlicher Baß aus Rom, der ursprünglich mal Radrennfahrer werden wollte. Er hat in 70 Opern-Partien gesungen und war an allen großen Opernhäusern der Welt zu Hause. Wunderschöne warme Baßstimme von großer Ausdrucksstärke. Irene Minghini-Cattaneo (1892 - gestorben 1944 in Rimini bei einem Luftangriff), voluminöse Altstimme von großer Ausdruckskraft. Sie sang in Mailand, Turin, Rom, Zürich, Nizza, Verona, Spanien, Südamerika, Deutschland, Österreich und Ägypten. Marion Telva (1897 - 1962) aus St. Louis besaß eine schöne Altstimme, die von einer anderen großen Altistin, nämlich Ernestine Schumann-Heink, entdeckt wurde. Bereits 1920 debütierte sie an der Met. Ihren größten Erfolg hatte sie dort als Adalgisa in Norma an der Seite von Rosa Ponselle (Track 15 auf CD 3). Sie war auch eine sehr bedeutende Oratorien- und Liedersängerin. Gina Cigna (1900 - 2001), eine aus Angères (bei Paris) stammende Sopranistin, konnte mit ihrem Debüt 1927 an der Scala in der Oper Rheingold (Wagner)  keinen Erfolg erringen. Zwei Jahre später, in denen sie weiteren Gesangsstudien nachgegangen war, hatte sie als Donna Elvira in Don Giovanni (Mozart) einen grandiosen Erfolg. Von da an führte ihr Weg sie nach Florenz, in die Arena von Verona, an den Covent Garden London, die Grand Opéra Paris, ans Teatro Colón in Buenos Aires, nach Berlin, Wien, Amsterdam, München und natürlich an die Met. Bedingt durch einen Verkehrsunfall, den sie 1947 erlitt, mußte sie ihre Karriere beenden. Sie besaß eine herrliche dramatische Stimme, von großem Umfang und wunderschöner Tonfülle. (nachzuhören in Track 17 auf CD 3)   A.L.

 

  

3 CDs
Label: NAXOS
Katalog-Nr.: 8.110325-27 (ADD/mono)

Spielzeit: 3h18'22"

Interpretation: 
Klang:

sehr gut
gut

 

Letztes Update: 27.02.2007, 01.18 Uhr

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