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Hasse, Johann Adolf (1699-1783) |
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Serpentes Ignei in Deserto Angelus ..................... Valérie Gabail, Sopran Les Paladins Aufnahme aus der Abbaye d'Ambronay - 18. September 2005 WELTERSTEINSPIELUNG **** 1 CD - Ambronay - AMY 005 - Januar 2007 ***** Fantastisch! UNBEDINGT kaufen! Das ist wieder mal eine Baroque-at-its-best-Aufnahme und Einspielung und wird ENDLICH dem gerecht, was man von dem jahrelangen Dresdener Hofkomponisten und talentiertesten Vertretern der italienischen Barockoper erwartet. Ich meine, dem Mann lag die Opernwelt zu Füßen. Neben dem anspruchsvollen kursächsischen Hof standen ihm die führenden Musiktheater, und das gern, offen. Verheiratet mit einer der großen Sopranistinnen der Zeit, Faustina Bordoni-Hasse, machte er mit seinen Opern auch häufiger Touren durch die Heimat seiner Frau. Eine seiner bedeutendsten und offenbar nahegehendsten war der ARTASERSE. Immerhin hat sich der große Kastrat Farinelli mit den Prachtarien daraus in das Gemüt des schwer schwermütigen spanischen Königs Philipp V. gesungen und von 1737 bis 1759 sozusagen als allbekannter Schatten im Hintergrund die Geschicke des großen Landes mitbestimmt, bevor ihn Philipps Nachverfolger auf sein Altenteil nach Bologna und des Landes verwies. Und wie man liest, musste Farinelli, der fortan nicht mehr öffentlich auftrat, dem König jeden Abend dasselbe Repertoire vorsingen, wie es Franz Haböck in seinem Buch "Die Gesangskunst der Kastraten" auch mit Noten dem ambitionierten Sänger dar- und vorstellt. Weniger bekannt ist, dass Hasse auch geistige Musik als Auftragswerke für italienische Waisenhäuser geschrieben hat. Eines der bekanntesten war das Ospedale degli Incurabili in Venedig, an dem einst der Gesangslehrer Farinellis und einiger anderer Großer des 18. Jahrhunderts, Niccola Porpora, wirkte. Dieses trat, zusammen mit dem Ospedaletto und den Mendicanti, wohl auch aufgrund des grandiosen Erfolges, den die Hasses drei Jahre zuvor durch die Aufführung des Artaserse in der Lagunenstadt davontrugen, an den "Il Sassone" (den Sachsen) heran, ob er denn nicht geruhen wolle, gegen ein entsprechendes Entgelt die Position des "Maestro di Coro" an ihren Häusern anzunehmen und sich um die musikalische Ausbildung der ihnen Anvertrauten zu kümmern. Und der damals noch nicht in kursächsischen Diensten Stehende sagte zu und komponierte eben unter anderem dieses wunderschöne Oratorium. In den Augen des Rezensenten sticht diese Aufnahme unter den überhaupt schon wenigen Einspielungen, die es von Hasse bisher auf dem Markt gibt, eindeutig heraus. Im schönsten "estilo galante" komponiert, bietet dieses natürlich in lateinischer Sprache verfasste Werk für 6 Personen Gesangsgenuss pur und stellt dem gesamten Sänger-Ensemble gesangsgestalterische Aufgaben, denen nur gut ausgebildete Sänger und Sängerinnen (wie es dank Porpora wohl die Insassen der Waisenhäuser waren) gewachsen sind. Derart lange Koloraturketten hört man in der Tat selten. Um so erfreulicher ist es, dass auch die hier versammelten Sängerinnen (allen voran Valerie Gabail) und der Countertenor Robert Expert hier ein außergewöhnlich hohes Niveau aufweisen und somit dem Hörer einfach nur einen Hörgenuss bereiten! Ein gekonntes, inspiriertes und flottes, Dirigat rundet die rundum empfehlenswerte Einspielung ab. Es wäre auch nicht zu verantworten gewesen, wenn die seinerzeit bei Musique France ausgestrahlte Aufführung in Ambronay als Einmalfliege nur wenigen zu Ohren kommt. Die mit 79 Minuten randvolle CD bietet Hörgenuss durch und durch!! Unbedingt zulegen! Dirk Carius
Johann Adolf Hasse www.hasse-compositeur.net - DIE Seite zu Hasse gibt es leider bislang nur auf Französisch!!! +
Biografie Hasses (auf Deutsch; Carus-Verlag) +
die umfangreichste Diskografie bei hasse-compositeur.net +
Die geplante Hasse-Gesamtausgabe (bislang noch recht bescheiden)
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Spielzeit: 79 Mins
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Letztes Update: 27.02.2007, 01.18 Uhr |
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