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Händel, Georg Friedrich (1685-1759) |
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Die Einspielungen John Eliot Gardiners bei ERATO jetzt in Wiederauflage und dekorativer Schmuckbox! Handel Edition I (6 CDs) + Water Music English Baroque Soloists John Eliot Gardiner *** 6-CD-Box - Warner Classics - 2564 69838-5 - VÖ: 23.11.2007 *** Handel Edition II (6 CDs) + L'Allegro, il Penseroso ed il Moderato English Baroque Soloists John Eliot Gardiner ***
6 CD-Box - Warner Classics - 2564 69838-2 -
23.11.2007 *** Georg Friedrich Händel, 1685 in Halle/Saale geboren, war der wohl internationalste Komponist seiner Zeit. In seiner Musik kommen die Einflüsse seiner deutschen Herkunft, der italienischen Studienjahre (und ersten Erfolge) und der Tonsprache des englischen Barock (Händels Wahlheimat) zu zu einem OEvre zusammen, das schon zu Händels Lebzeiten in ganz Europa bekannt war und noch Jahrhunderte später als Inspiration und Referenz für Komponisten aller Genres diente. John Eliot Gardiner hat sich in seiner umfangreichen Diskografie für Erato immer wieder mit Händels Werken auseinander gesetzt, die zu den Grundpfeilern des englischen Barock gehören. Warner Classics veröffentlicht jetzt die Höhepunkte dieses Repertoires in zwei ansprechenden Boxen mit jeweils 6 CDs. Die "Handel Edition I" betitelte Box beginnt mit Händels wohl bekanntester Londoner Instrumental-Komposition, der so genannten "Wassermusik", deren drei Suiten 1717 eine Bootspartie des Königs Georg I. begleitete. Die Concerti Grossi Op.3 schrieb Händel zwischen 1710 und 1720, obgleich die Werke erst 1734 veröffentlicht wurden. Der Verleger John Walsh reagierte mit diesem Band auf den kommerziellen Erfolg der 6 Concerti Grossi von Corelli, ohne allerdings Händel bei der Zusammenstellung des Programms zu beteiligen, das dem Komponisten wegen der enormen stilistischen Bandbreite den Spitznamen "The Great Chameleon" einbrachte. Das Oratorium "Israel in Egypt" ist heute kaum in seiner ursprünglichen Fassung bekannt. Händel konzipierte das sakrale Vokalwerk 1738 in drei Akten – deren ersten er komplett aus der im Jahr zuvor komponierten Trauermusik für Königin Caroline "The Ways of Zion Do Mourn" übernommen hatte. Solche Kopier-Verfahren, nicht nur aus dem Material seiner eigenen Werke, waren durchaus nicht unüblich, sondern Gebot der Stunde für den erfolgreichen Komponisten und Musikunternehmer Händel. Doch die dreisätzige Fassung von "Israel in Egypt" fand bei der Premiere keinen Zuspruch im Publikum, so dass Händel für eine spätere Wiederaufnahme des Stoffes eine straffere Abfolge in zwei Abteilungen fand. Jene kompaktere Fassung von 1756 rangierte schon bald an der Seite von Händels zweitem großen Erfolgsoratorium, dem "Messias". "Semele", ein säkulares Oratorium von 1743 knüpfte dagegen an den Erfolg von "Samson" im Londoner Covent Garden an und gleicht eher einer englischen Barock-Oper als einem Oratorium. John Eliot Gardiners 6-CD Box "Handel Edition II" präsentiert einige der reifen Meisterwerke aus dem OEvre Georg Friedrich Händels in seinen Londoner Jahren. Das Oratorium "L' Allegro, il Penseroso ed il Moderato" schuf der berühmte Opernkomponist im Winter 1740, als infolge der ungewöhnlichen Kälte die meisten Theater Londons ihren Betrieb eingestellt hatten. Schon zuvor hatte Händel feststellen müssen, dass die Begeisterung für das Musiktheater im italienischen Stil nach Jahrzehnten des Erfolgs nachgelassen hatte. Zwei Jahre zuvor hatte er als Leiter des Covent Garden Theatre einen Bankrott erlebt und war nach einem ersten Schlaganfall erst wieder auf dem Weg der Besserung. Händel reagierte, indem er wieder verstärkt das Format des Oratoriums in den Mittelpunkt stellte, auch wenn "L'Allegro…" als 'pastorale Ode' apostrophiert ist. Die Textvorlage basiert auf zwei allegorischen Gedichten von John Milton, die einen heiteraktiven Charakter einer eher nachdenklichen Wesensart gegenüberstellen – und von Händels Librettist Charles Jennens in guter Tradition der Aufklärung um die Würdigung eines dritten, moderaten Weges der Lebensführung ergänzt wurden. Die Gegenüberstellung von Chorpassagen und Solisten, von pastoraler Stimmung und urbaner Betriebsamkeit, die Händel farbenfroh ausführte, wurde – im beheizten Royal Theater – ein unmittelbarer Erfolg. Die Oper "Tamerlano" war 1724 der zweite große Erfolg Händels an der Royal Academy of Music gewesen, im Anschluss an "Giulio Cesare" in der Saison 1723/24. Die Partitur besticht mit der ersten großen Rolle für Tenor in der Musikgeschichte, sowie der Orchestrierung für Chalumeau, eine frühe Form der Klarinette, die sich außer bei Händel vor allem in den Partituren Rameaus findet. Tanzsätze aus den Opern "Alcina", "Il Pastor Fido" und dem Ballett "Terpsichore" zeigen schließlich Händels Meisterschaft als Komponist mitreißender Instrumentalmusik zur Auflockerung seiner Bühnenwerke. Die English Baroque Soloists unter ihrem Gründer Sir John Eliot Gardiner erweisen Händel hier besonderen Respekt, mit dessen "Acis and Galatea" sie 1977 bei den Salzburger Festspielen debütierten. (c) Warner Music Group Germany Holding GmbH
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6-CD-Box - Warner Classics
2564 69838-5 - VÖ: 23.11.2007
6 CD-Box - Warner Classics
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Letztes Update: 04.11.2007, 20.56 Uhr |
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