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Der Jüngling und der Tod * Der Jüngling an der Quelle * Der
Wanderer an den Mond * Ihr Bild * Liebesbotschaft * Der Schiffer * Ganymed *
Erster Verlust * Die Forelle * Nacht und Träume * An die Leier * Der
Schmetterling * Du bist die Ruh' * Geheimes * Der Musensohn * Der Atlas * Ras
Rosenband * Ständchen * Gruppe aus dem Tartarus * Litanei auf das Fest Aller
Seelen * Seligkeit * Nachtviolen * Abschied
Gérard Souzay, Bariton
Jacqueline Bonneau & Dalton Baldwin, Klavier
Aufgenommen im April und August 1954.
Vorweg noch eine Anmerkung zum CD-Label "TESTAMENT":
Labelgründer ist Stewart Brown, Jahrgang 1952, ehemaliger freiberuflicher
Klarinettist. Sein Anliegen war und ist es, dass Aufnahmen berühmter Künstler
aus vergangenen Tagen, nach Ablauf der rechtlichen Schutzfrist, nicht von
dubiosen Firmen verramscht werden, sondern, klanglich restauriert, weiterhin dem
geneigten Hörer und Klassik-Fan zur Verfügung stehen. Die Kosten für das
Remastering der alten Tonbänder, ebenso für die sehr gut aufgemachten Booklets
zahlte Brown aus eigener Tasche. Inzwischen gibt es weltweit ca. 400 Titel. Die
Verkaufszahlen sind nicht sehr hoch: 2.000 bis 5.000 Stück pro Titel, deshalb für
die großen Labels uninteressant. Einige Künstler seien hier kurz angeführt,
die im TESTAMENT-Katalog Einlaß gefunden haben: Janet Baker, Solomon (Pianist),
Suzanne Danco, Rudolf Kempe, Elisabeth Schwarzkopf und Hans Hotter, der im
Dezember 2003 verstorben ist.
Gérard Souzay, der am 8.12.1918 in Angers geborene französische Sänger, mit
einer wunderschönen tenoralen Baritonstimme, ist mein auserkorener Liedersänger.
Seine Interpretation von Schumanns Dichterliebe mit Alfred Cortot am
Klavier (1956) wird sehr berühmt. Im Laufe seiner Karriere hat er sich zu einem
der führenden Sänger des Kunstliedes entwickelt: Strauss, Schubert, Schumann,
Wolf, Ravel, Poulenc, Fauré, Debussy, Chauson, Duparc u.v.a. Auch als
Oratoriensänger machte er sich einen Namen. In der Oper war er ebenso zu hören:
Orfeo (Gluck und Monteverdi), Pelléas und Mélisande (Debussy), Don Giovanni
und Figaros Hochzeit (Mozart), Tannhäuser (Wagner) und Pollux (Rameau). - Ein
Erlebnis für mich war ein Liederabend mit ihm, den ich im Freiburger Paulussaal
live erleben durfte. A.L.
"Seine Stimme war eine der schönsten seiner Generation" (John
Steane / Gramophon).
"Seine einschmeichelnde und geschmeidige Stimme verband sich mit einem
glänzenden Intellekt und einem angeborenen Instinkt für den jeweils richtigen
Stil. Dass seine Recitals und seine Schallplatten so beliebt waren, lag in
seinem ungezwungenen produzierten, warmen und schwingenden Ton begründet,
dessen Faszination man besonders in seinen frühen, hier wieder veröffentlichten
Aufnahmen erleben kann. Decca nahm mit ihm sein gesamtes Repertoire auf. Es war
dies eine derart großzügige und umfassende Unterstützung seiner Aktivitäten,
wie sie heute gar nicht mehr möglich wäre. Das unschätzbar wertvolle Vermächtnis
stand viell zu lange nicht mehr zur Verfügung." (Alan Blythe/Gramophon)
"Souzays Interpretation der leichteren Schubert-Lieder dürfte kaum zu
überbieten sein. Dies ist das Werk eines großen Sängers in seinen besten
Jahren." (Gramophone)
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