Field, John (1782 - 1837)

 

15 Nocturnes+
+
Frédéric Chopin++/+++:
21 Nocturnes
+
Nocturnes von Zeitgenossen+++:
Camille Pleyel * Frédéric Kalkbrenner * Clara Schumann * Louis Lefèbure-Wély * Edmond Weber * Charles-Vatentin Alkan * Mikhail Glinka * Maria Szymanowska * Ignacy Feliks Dobrzynski

Bart van Oort, Hammerklavier

Die Nocturnes auf diesen 4 CDs wurden auf folgenden Hammerklavieren eingespielt:

Pleyel aus dem Jahre 1842+
Broadwood aus dem Jahre 1823++
Érard aus dem Jahre 1837+++

Es war eine brillante Idee des Labels BRILLANT, diese 4-CD-Box auf den Markt zu bringen, die uns drei herrliche Hammerklaviere nahe bringt. Alle drei mit einem wunderschönen, warmen und vollen Klang. Auf diesen historischen  Instrumenten werden uns die herrlichsten Nocturnes von John Field (dem musikalischen Schöpfer dieses Musikgenres), Frédéric Chopin und deren Zeitgenossen von dem großartigen niederländischen Pianisten Bart van Oort zu Gehör gebracht.

Der Vorläufer unseres heutigen Klaviers war das Hammerklavier, das sich wiederum aus seinen Vorgängern, dem Spinett, Cembalo und Klavichord gegen Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte.
Ignaz Pleyel war ein hochtalentierter Komponist, am 18.7.1757 in Ruppersthal/Niederösterreich geboren. Sein profundes Musikstudium erhielt er bei Johann Baptist Vanhal und Joseph Haydn, zu dessen Lieblingsschüler er sich entwickelte. Nach vielen Jahren erfolgreicher Komponistentätigkeit (er schrieb u.a. 41 Symphonien, 8 Konzerte, 70 Quartette, 17 Quintette, 48 Trios, 64 Duette u.v.m.) ging er 1795 mit seiner Familie (Ehefrau und 4 Kinder, sein Sohn Camille Pleyel wurde ein Klaviervirtuose) nach Paris. Dort gründete er 1797 einen Verlag und 1807 eine Klaviermanufaktur, die später von Sohn Camille Pleyel übernommen wurde. 1831 sagte Chopin: "Pleyels Klaviere sind non plus ultra." Als berühmte Konzertstätte in Paris gilt heute noch die 1839 erbaute "Salle Pleyel".  
Sébastien Érard (1752 - 1831) und sein Neffe Pierre (1796 - 1855) waren Pioniere im Harfen- und Klavierbau in Paris und London. Durch ihre Erfindungen lieferten sie entscheidende Impulse für den moderner werdenden Instrumentenbau. Man spricht auch von der sogenannten "Érard-Zeit" (1752-1855). Selbst Beethoven komponierte seine Waldsteinsonate und die Appassionata auf einem Hammerflügel von Érard, der seinen Vorstellungen voll entsprach.
John Broadwood (1732 - 1812) war Tischler und kam 1755 nach London. Dort heiratete er 1761 die Tochter eines "Harpsichord Makers", dessen Instrumente sich höchster Anerkennung erfreuten. Nach seinem Tod übernahm Broadwood die Firma als Alleininhaber. Von 1795 an wurden dann Hammerklaviere gebaut mit der sogenannten Engl. Mechanik. Viele deutsche Instrumentenbauer wanderten um 1760 nach London aus und begründeten dort die Englische Schule, in der man sich u.a. unter John Broadwood der Fertigung größerer Klaviere zuwandte. 1817 wurde ein Hammerflügel von Broadwood dem Komponisten Beethoven zum Geschenk gemacht, den dieser fortan am liebsten spielte.

Nachdem Bart van Oort 1983 sein Diplom im modernen Klavierspiel am Königlichen Konservatorium in Den Haag absolviert hatte, studierte er Hammerklavier bei Stanley Hoogland. 1986 gewann er den Ersten Preis und den Publikumspreis beim Mozart-Hammerklavier-Wettbewerb in Brügge. Nachfolgend studierte er bei Malcolm Bilson (Cornell University, Ithaca, NY), wo er 1993 seinen Doktor in historischer Aufführungspraxis machte. Er trat in vielen europäischen Ländern und auf etlichen Festivals, z.B. in Utrecht, Florenz, Berlin, Antwerpen, Brügge, Melbourne, Brisbane, York, Clisson, Montpellier, u.a. auf. Aufführungen mit ihm gab es in Neuseeland und Australien; Konzerte, Vorlesungen und Meisterklassen in Brüssel, Paris, Helsinki, Oslo, Stavanger, Sydney, Adelaide, Wellington, Melbourne, Hongkong, Tokio und anderen Weltstädten. Seit 1997 hat er über zwanzig CDs eingespielt. Auf den vorliegenden CDs überzeugt er uns Hörer mit seinem enormen Wissen und Können am Hammerklavier. Zu den Nocturnes hat er die richtige Einstellung, er bringt sie einfühlsam mit schönem romantischem Klang und einer hervorragenden Anschlagkultur zu Gehör. - Seit Erscheinen dieser herrlichen Box finden die Silberlinge immer wieder Einlaß in meinen CD-Player, mit anderen Worten, diese Box ist sehr empfehlenswert.  A.L.

Die Box NOCTURNES ist zu beziehen über www.Zweitausendeins.de 

Die Bestell-Nr. bei Zweitausendeins lautet: 57995 - Preis der Box 6,99 €

  

4 CDs
Label: BRILLANT
Katalog-Nr.: 92202 (DDD)

Spielzeit: 4h01'28"

Interpretation und Klang:

      sehr gut

 

Letztes Update: 27.02.2007, 01.18 Uhr

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