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Streichquartett F-dur op.14 Nr.1
Streichquartett B-dur op.14 Nr.2
Streichquartett d-moll op.14 Nr.3
Aviv Quartet
Sergey Ostrovsky, 1.Violine
Evgenia Epshtein, 2.Violine
Shuli Waterman, Viola
Iris Jortner, Cello
Zur Zeit einzige erhältliche Einspielung dieser drei Streichquartette.
Franz Anton Hoffmeister, am 12.5.1754 in Rottenburg am Neckar geboren und am
9.2.1812 in Wien verstorben, ist heute eigentlich mehr oder minder nur als
Musikalienhändler und Musikverleger bekannt. Von seinen Zeitgenossen wurde er
aber als Komponist sehr geschätzt und es wurde bemerkt, dass er über ein
erstaunliches Wissen bezüglich der Möglichkeiten einzelner Instrumente
verfüge, so dass man hätte glauben können, er sei auf jedem ein Virtuose.
Nachdem er seine Verlegertätigkeiten ruhen ließ, widmete er sich ganz dem
Komponieren und schuf eine große Anzahl musikalischer Werke: 9 Opern, 100
Streichquintette, -quartette und -trios, 5 Klavierquartette, 11 Klaviertrios, 12
Klaviersonaten, Sinfonien sowie etliche andere Werke.
Das Angebot von Hoffmeister-Werken auf Tonträger ist mehr als spärlich. Nun
zeigt das Aviv Quartet, dass die Wiederentdeckung des Komponisten Hoffmeister
wirklich verdient ist.
Das Aviv Quartet hat 1999 beim Internationalen Kammermusik Wettbewerb in
Melbourne den ersten Preis gewonnen. In der Folgezeit haben die vier Solisten
noch etliche wichtige Preise erhalten. Gegründet haben sie sich im Jahre 1997
und konnten sich in der doch verhältnismäßig knappen Zeit erfolgreich
etablieren. Zwei der jungen Künstler stammen aus Russland (S.Ostrovsky aus
Gorki und Evgenia Epshtein aus Sverdlovsk) und die anderen beiden kommen aus
Israel (Shuli Waterman geboren in Haifa und Iris Jortner in Tel Aviv). Alle vier
Künstler haben im Kindesalter jeweils in ihrer Heimatstadt angefangen zu
studieren. Nun sind sie als Aviv Quartet vereint und sehen hoffentlich einer
großen Karriere entgegen. Auf alle Fälle sind sie ein sehr homogenes Quartett,
keiner der Vier versucht beim Spiel solistisch auszubrechen, sie zeigen sich von
hoher musikalischer Sensibilität. Es ist erfreulich, auf dieser CD noch junge
unbekannte Künstler und gleichzeitig neue, noch nicht abgedroschene
Kompositionen zu erleben. A.L.
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