Händel und seine Londoner Zeitgenossen

 

 

Donnerstag, 27. November 2008 | 19:30 Uhr |
Löwengebäude der Universität

Händel zu Hause - Händel und seine Londoner Zeitgenossen

Werke von
+ Georg Friedrich Händel
+ Johann Christoph Pepusch
+ Pietro Castrucci
+ Francesco Geminiani
+ Charles Avison
+ William Boyce

Bernhard Forck : Dirigent und Violine
Xenia Löffler : Oboe

Händelfestspielorchester Halle

Ist das Werk Händels schon unerschöpflich und bietet immer neue Blickwinkel und Zusammenstellungsmöglichkeiten, hat sich das Händelfestspielorchester Halle nunmehr den Zeitgenossen Händels in London zugewandt und bringt eine Auswahl von Werken von gleich 5 Komponisten zu Gehör, die zur Zeit Händels auch in England wirkten.

Da haben wir natürlich auf der einen Seite Englänger wie zum Beispiel William Boyce (1711-1779), dem neben Arne noch bekannteren englischen Komponisten dieser Zeit, der in seinem vor allem geistlichen Schaffen sich doch weitgehend der dominanten Einflussnahme durch die Musik Händels entziehen konnte.

Dem gegenüber hat als Vertreter der italienischen Konzertkultur Francesco Geminiani (1680-1768), der in Lucca geborenen maßgebliche Komponist und Gestalter der Gattung der concerti grossi, sich diesem nicht nur bereitwillig unterworfen, sondern auch mit Händel zusammen am englischen Hof Konzerte gegeben und gespielt.

Schließlich der wie Händel international tätige Johann Christoph Pepusch (1667-1752) aus Berlin, der in Oxford zum einflussreichen Musikwissenschaftler und Ausbilder - u.a. auch von William Boyce wurde, im Zusammenhang mit Händel aber vor allem dadurch bekannt oder von Enthusiasten verhasst ist, dass er als Komponist der Bettler-Oper (The Beggar's Opera) der italienisch ausgerichteten Händelschen Opernunternehmung und seinem King's Theatre schwer zu-, wenn nicht gar den bedauernswerten Todesstoß versetzte.

Alles in allem ein viel versprechendes Programm!

In Zusammenarbeit mit dem Opernhaus Halle verlosen wir 2 x 2 Freikarten für dieses wunderbare Konzert!

 

Das Händelfestspielorchester Halle musiziert seit 1993 auf historischen Instrumenten. Die Zugehörigkeit der Musiker zur Staatskapelle Halle, einem auf modernen Instrumenten spielenden Konzert- und Opernorchester, stellt eine Einzigartigkeit in der deutschen Musikszene dar.

Als Spezialensemble für Alte Musik setzt der Klangkörper die seit Jahrzehnten bestehende Tradition der Händel-Pflege in Halle fort. Dabei legte der englische Dirigent Howard Arman den Grundstein für das rasch wachsende internationale Renommee des Orchesters.

Das Orchester wirkt bei den jährlichen Inszenierungen der Händel-Opern mit und eröffnet jeweils mit einem Galakonzert die Händel-Festspiele. Mit einem eigenen Konzert-Abonnement („Händel zu Hause“) und einer Kammermusikreihe im Händel-Haus („Händels Schatzkammer“) ist das Händelfestspielorchester regelmäßig in Halle präsent.

Das Ensemble gastierte u.a. in Perelada (Spanien), Innsbruck, Karlsruhe, Köln, Berlin und Leipzig. Nächste internationale Ziele des Orchesters sind Südkorea, Belgien und Südtirol/Italien. Das Händelfestspielorchester Halle arbeitet mit international ausgewiesenen Spezialisten wie Nicholas McGegan, Paul McCreesh, Paul Goodwin, Marcus Creed, Michael Schneider und Fabio Biondi. Mehrere CD- und DVD-Einspielungen liegen vor.

Seit 2007 ist Bernhard Forck dem Orchester als Musikalischer Leiter eng verbunden.

 

 

 

 

Letztes Update: 10.11.2008, 15.33 Uhr

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