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Schneitzhöffer, Jean-Madeleine (1785 - 1852) |
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LA SYLPHIDE Ballett in zwei Akten Choreografie: Pierre Lacotte nach der Fassung der Uraufführung durch Filippo Taglioni mit Le Corps de Ballet de l'Opéra National de Paris Orchestre de l'Opéra National de Paris
Dennoch ein sehr nett anzuschauendes Ballett und dazu noch in einer das Auge richtig ansprechenden farbenprächtigen und abwechslungsreichen Inszenierung. Da konnten sich Bühnenmeisterin / Dekoratrice Marie-Claire Musson (nach Originalentwürfen von Pierre Ciceri) und Kostümdesigner Michel Fresnay (Eugène Lami) sich richtig entfalten. Nicht zuletzt bietet auch das Ballett selbst mit seiner Mischung aus Zauberhaften und Realen die besten Voraussetzungen die Fantasie richtig anzukurbeln. Wiederausgegraben wurden Originalchoreografie und -bühnenbild- sowie -kostümentwürfe anlässlich des 200. Geburtstages der Ur-Sylphide, der Tochter des Ballettmeisters Filippo Taglioni - Marie Taglioni, jener Koryphäe des modernen Balletts, die mit ihrem neuen federleichten Tanzstil gleichsam eine neues Zeitalter des Tanzens einläutete. Sie war es auch, die als Erste mit dem Ehrentitel "Sternchen" (franz. Etoile) geehrt wurde - wer hätte im Übrigen gedacht, dass es sich bei dieser Prägung um eine alte, gar französische handelte und nicht erst mit der Anglisierung des Deutschen Eingang hielt? Selbige Marie Taglioni und das Ballett enthusiasmierten im Übrigen seinerzeit ganz Frankreich: Zeitungen und Zeitschriften wurden nach dem Ballett benannt, Accessoires der Kostüme hielten Einzug in das Zubehör modebewusster Damen und Herren und Madame selbst stand Patin für ein eigens neu geschaffenes Verb "taglionisieren". Worum geht es nun in dem Ballett? Der Schotte James erwacht am Morgen seiner Hochzeit in seiner Hütte und wird einer Dame gewahr, die er allerdings nicht kennt, aber auch nicht greifen kann. Dennoch ist er ganz hin und weg - und dabei soll er doch heute seine ihm versprochene Effie heiraten. Beste Voraussetzungen, nicht? Nun ja, mit den Gedanken ganz woanders, lässt er die Brautaktsvorbereitungen über sich ergehen, als Nachbarn und Effies Mutter aufmarschieren. Auf der anderen Seite haben wir Gurn, der Effie leidenschaftlich liebt und verehrt, der aber bei ihr keine Chance hat. Dennoch lässt er sich so leicht nicht abwimmeln und beobachtet natürlich seinen Rivalen ganz genau, um etwaige Fehltritte zu registrieren und für sich zu nutzen. Doch seine Appelle, dass James doch gar nicht bei der Sache sei und Effie gar nicht liebe, fruchten - natürlich - nicht. Erst als James seine Angetraute mitten während der Hochzeitszeremonie sozusagen im Regen stehen lässt, um seiner Traumgestalt, der Elfe Sylphide in ihr Traumland zu folgen, nimmt sie die Denunziationen Gurns Ernst. Allerdings ist es nunmehr für alle zu spät, besonders tragisch das schon gemein zu nennende Ende Sylphides, nachdem James sie im Traumland berührt und dessen Bekümmernis. Einen Genuss sondergleichen bietet die Hexe - sowohl von Kostüm, Mimik und Effekten (Jean-Marie Didière). Der Tanz-Höhepunkt des Abends liegt aber wohl unangefochten im Pas de Deux der Elfe und ihres James, der zu spät erkennt, dass seine Angebetete stirbt und somit die Hexe, die er im Vorfeld verscheucht und die ihm daraufhin Rache angedroht hatte, diese wahr gemacht hat. D. C.
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DVD TDK DVW-BLSYL 23.05.2005 Spielzeit: ca 94 Minuten
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Letztes Update: 27.02.2007, 01.17 Uhr |
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