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Rossini, Gioacchino (1792 - 1868) |
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IL BARBIERE DI SIVIGLIA Il Conte d'Almaviva
Roberto Saccà L'Orchestre et Choeur de l'Opéra National de Paris
Inszenierung Coline Serreau Recorded live at the Opéra National de Paris, Opéra Bastille, April 2002
Wie immer an der Pariser Nationaloper, wurde auch bei dieser Inszenierung nicht gespart und so kann der geneigte Zuschauer neben ansprechenden, farbenfrohen und abwechslungsreichen Kostümen der Darsteller auch das auf dem Cover schon sichtbare sehr mediterrane, im oberen Teil an einen orientalischen Harem ebenso wie an diverse nordspanische Städte erinnernde, im unteren Teil sehr burghaft-bewehrt erscheinende Wohnstatt der Familie des Bartolo bewundern, die sich auch im Inneren als angemessen und ansprechend ausgestattet erweist. Mögen uns weit mehr Aufzeichnungen aus der Pariser Nationaloper beschienen sein! Erinnert sei noch einmal an die prachtvollen und den französischen Barock wieder zum Leben erwachenden Inszenierungen der Barockopern von Rameau aus der Pariser Oper - Les Boréades (2002), die fantastischen Les Indes Galantes (2004) sowie die Minkowskische Platée (2001). Dirk Carius
Die DVD Booklet : English/ German/ French Bild: 16:9 anamorph
******* Begleittext im Booklet - Courtesy of
TDK ***** Gioacchino Rossini wurde am 29. Februar 1792 in Pesaro geboren und starb in Passy am 13. November 1868. Als Sohn von Musikern (sein Vater war Hornist und seine Mutter sang in reisenden Operntruppen) bekam Rossini in Bologna bei Padre Mattei Unterricht in Gesang und Harmonielehre. Schon mit 18 Jahren bringt er in Venedig seine erste Opera buffa zur Aufführung, La cambiale di matrimonio, der bald weitere Werke des gleichen Genres folgen (L’inganno felice, L’occasione fa il ladro u.a.). 1813 öffnen sich ihm mit der Uraufführung von Tancredi, ebenfalls in Venedig, die Türen zum Erfolg und er wird für lange Jahre der unbestrittene Meister der italienischen Musikbühne. In kurzer Folge entsteht nun ein Werk nach dem anderen: Il barbiere di Siviglia und Otello 1816, La Cenerentola und Armida 1817, La donna del lago 1819, Maometto II 1820, Semiramide 1823 usw. 1824 lässt sich Rossini in Paris nieder. Er bringt dort Guillaume Tell (1829), seine letzte Oper, zur Aufführung und lebt hier bis zu seinem Tod.
Das Werk 1775 wurde Il barbiere di Siviglia von Beaumarchais an der Comédie-Française uraufgeführt. Das Thema inspirierte sehr bald zahlreiche Musiker, insbesondere den damals sehr beliebten Komponisten Giovanni Paisiello, dessen gleichnamige Opera buffa 1782 mit großem Erfolg in Sankt Petersburg gegeben wurde. Als 34 Jahre später Rossini seinerseits das Stück von Beaumarchais in Angriff nahm, gab er ihm einen anderen Namen (Almaviva, ossia L’inutile precauzione – Almaviva oder Die nutzlose Vorsicht), um jeglichem Vorwurf des Plagiat auszuweichen, und er bat Paisiello sogar schriftlich um Genehmigung für die Verwendung des Stoffes. Die Premiere wurde trotzdem ein aufsehenerregender Misserfolg: Die Bewunderer Paisiellos verziehen dem jungen Komponisten von 24 Jahren nicht, dass er es wagte, sich mit dem berühmten alten Meister zu messen. Dennoch setzte sich Rossinis Oper bald durch und verdrängte schließlich sogar die von Paisiello. Il barbiere di Siviglia bezeichnet einen Wendepunkt in den heiteren Werken Rossinis. Im Gegensatz zu L’italiana in Algeri und Il turco in Italia, die beide doch ganz dem Buffonesken verhaftet sind, wird das Werk ebenso den Liebhabern der reinen Komik gerecht sowie den Anhängern eines Charaktertheaters. Die Personen werden mit konkreten Situationen konfrontiert und fügen sich in ein genau definiertes soziales Umfeld ein. Und Rossini hat ihnen ein für die italienische Opera buffa ungewöhnliches Maß an Glaubwüridgkeit und musikalischer Tiefe verliehen. Il barbiere di Siviglia wurde am 20. Februar 1816 am Teatro Argentina in Rom uraufgeführt.
*** Synopsis - Courtesy of TDK *** Erster Akt Ein Platz in Sevilla. Begleitet von ein paar hungrigen und ungebärdigen Musikern bringt Graf Almaviva unter dem Fenster der jungen Rosina – das Mündel des Doktor Bartolo, in das er verliebt ist – eine Serenade dar. Da erscheint Figaro, Bartolos Barbier. Der Graf erkennt in ihm seinen ehemaligen Diener und bittet ihn um Hilfe, um seiner Schönen näher zu kommen. Rosina erscheint auf dem Balkon und lässt ein Briefchen fallen, in dem sie ihren Verehrer ermutigt, ihr weiter den Hof zu machen. Almaviva hebt es geschwind auf und antwortet mit einer neuen Serenade, in der er behauptet, ein verarmter und verliebter Student namens Lindoro zu sein. Durch Almavivas Freigebigkeit verlockt, willigt Figaro ein, ihm dabei zu helfen, sich in das Haus des alten Doktors einzuschleichen. Er schlägt ihm vor, sich als Soldat zu verkleiden, und, mit einem Einquartierungsbefehl versehen, ein Zimmer bei Bartolo zu requirieren. Ein Wohnzimmer in Bartolos Haus. Rosina bekräftigt ihre Entschlossenheit, aus dem goldenen Käfig zu entkommen, in dem ihr Vormund sie eingeschlossen hält. Ihr Musiklehrer Basilio kommt, um Bartolo zu warnen, dass der Graf Almaviva, dem man nachsagt, er sei in Rosina verliebt, sich in Sevilla aufhält. Diese Nachricht beunruhigt Bartolo sehr, der – ihre Mitgift begehrend – beschlossen hat, sein Mündel selbst zu heiraten. Zusammen mit Basilio sucht er eine Möglichkeit, Almaviva bei Rosina in Misskredit zu bringen, vielleicht durch eine Verleumdungskampagne … Ganz nach Figaros Plan stürzt der als Soldat verkleidete und sich betrunken stellende Graf ins Haus und weist trotz Bartolos Beschwerden seinen Einquartierungsbefehl vor. Zwischen den beiden Männern bricht ein lebhafter Streit aus. Der Skandal führt die Wachen herbei, aber der kommandierende Offizier, diskret auf die Identität des adligen Störenfrieds hingewiesen, geht zu Bartolos Verblüffung wieder, ohne ihn festzunehmen.
Zweiter Akt Bei Bartolo. Diesmal präsentiert sich Almaviva als Schüler von Basilio, der den angeblich kranken Musiklehrer für Rosinas Gesangsstunde vertritt. Es gelingt ihm, Bartolos Vertrauen zu gewinnen, indem er ihm vorschlägt, ihm dabei zu helfen, den Grafen bei dem Mädchen zu verleumden. Figaro erscheint und will Bartolo rasieren, um seine Aufmerksamkeit abzulenken und das Gespräch zwischen Rosina und dem falschen Musiklehrer zu begünstigen. Zur großen Überraschung Bartolos, der ihn krank glaubte, erscheint unerwartet Basilio. Eine prall gefüllte Börse überzeugt Basilio davon, dass er krank ist und sich unverzüglich zu Bett begeben muss. Bartolo überrascht jedoch das zärtliche Gespräch der Verliebten. Wütend verjagt er den angeblichen Musiklehrer und beschließt, seine Verheiratung mit Rosina zu beschleunigen. Es gelingt ihm, sie davon zu überzeugen, dass ihr Verehrer sich über sie lustig mache und sie im Auftrag eines Anderen zu verführen suche. In ihrer Verzweiflung beschließt das Mädchen, aus Rache ihren Vormund zu ehelichen. Es wird Nacht und ein Sturm bricht aus. Figaro und der Graf schleichen sich heimlich ins Haus, Rosina jedoch weist den jungen Mann ab. Das Missverständnis ist bald aufgeklärt und die Verliebten versöhnen sich. Ein Notar erscheint, um den Heiratsvertrag zwischen Rosina und Bartolo zu unterzeichnen. Figaro dreht den Spieß um und geht daran, den Vertrag, mit Basilio als Zeugen, zwischen Rosina und Almaviva zu unterzeichnen. Mittels eines teuren Ringes und der Drohung mit einer Pistole lässt sich Basilio dazu bringen, Bartolo zu hintergehen – der Vertrag wird unterschrieben. Als Bartolo auftritt und Almaviva festnehmen lassen will, ist es zu spät, die Ehe ist geschlossen, der Graf gibt sich zu erkennen und der Doktor muss nachgeben. Das Versprechen des Grafen, ihm die Mitgift seines Mündels zu lassen, lässt seine Wut verrauchen.
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1 DVD TDK DVWW-OPBARB
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Letztes Update: 27.02.2007, 01.17 Uhr |
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