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Rameau, Jean-Philippe (1683 - 1764) |
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Les Boréades (1764) Alphise: Barbara Bonney Ballet La La La Human Steps Les Arts Florissants Bühnen-Regie: Robert Carsen Aufnahme aus der Opéra National de Paris / Palais Garnier
von 2003 **** 2 DVDs Opus Arte / BBC - Mai 2004 - Katalog-Nr.: OA 0899 D *****
Les Boreades - das sind die beiden Söhne Calisis und Borilée (Borileas) des Gottes der Nordwinde Borée (Boreas). Einen von ihnen soll Alphise, die Königin von Baktrien, ehelichen, so nicht ihr Land von einem fürchterlichen Unwetter verheert werden soll. Sie liebt jedoch heimlich Abaris, so wie er, ebenso heimlich natürlich, sie. Als ihrer beider Liebe füreinander offenbar wird, gibt es kein Zurück mehr und nun erst recht weigert sich Alphise klein bei zu geben und einen der Windgott-Söhne zu heiraten. Lieber dankt sie ab. Aber natürlich ist ein Gott kein Irgendwer und so lässt Boreas die Widerspenstige in sein unterirdisches Königreich entführen. Der kleinmutige Geliebte Abaris will sich drum zunächst, seiner Liebe beraubt, selbst töten und muss erst vom Hohepriester des Apollo wiederaufgerichtet und auf den richtigen Weg, die Befreiungsmission für seine Alphise, geschickt werden. Die natürlich erfolgreich ist, da - wie sich herausstellt - der gute Mann ebenso göttlicher Abstammung ist, nämlich Sohn eines One Night Stands von Apollo (welch ein Zufall) und einer Nymphe des Boreas. Also auch ein Boreade und insofern ist ja alles gut.
Passend zum Stück sind auch die das Besondere der französischen Oper ausmachenden Ballettstücke eher grazil und symbolträchtig. Das Bild ist dank HD-Technologie gestochen scharf bei sehr guter Filmregie. Klanglich ist die Einspielung nicht das Meisterstück, weder von der figurativen Ausgestaltung noch von der Stimmgewalt der Interpretinnen. Das mag ein bisschen ungerecht sein ob des zuvor Gesagten und soll bitte keine Kritik an den schon oft bewiesenen Abmischkünsten von Radio France sein. Alles in Allem: Die Boreaden sind sicher weder von der musikalischen Ausgestaltung noch von ihrer Inszenierung her ein Schmankerl für Barockliebhaber, aber durchaus eine Bereicherung des Repertoires. Für Rameaufans ein in mehreren Aspekten guter Kontrast zur glanzvoll barocken DVD-Einspielung der INDES GALANTES (ebenfalls aus der Pariser Nationaloper). Rameaus erst posthum bekannt gewordenes Werk wurde erstmals am 16. September 1964 in Paris (Maison de la Radio) konzertant aufgeführt und ist auch seitdem nicht so oft zu sehen oder hören. D. C.
Bild: 16:9 Extras
+ Zusammenfassung
der Handlung (Deutsch) + Diskografie
dieser - wie auch weiterer - Opern Rameaus + Biografie
Rameau (engl.) mit Portraits in der Gaystation siehe auch + Besprechung
Les Indes Galantes (Les Arts Florissants / William Christie, DVD)
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auf DVD
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2er DVD-Pack Spielzeit: 160 + 58 Minuten
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Letztes Update: 27.02.2007, 01.17 Uhr |
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