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Mozart, Wolfgang Amadeus (1756 - 1791) |
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La Clemenza di Tito Tito ........ Michael Schade Aufzeichnung von den Salzburger Festspielen
(Felsenreitschule) August 2003 Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
Dafür sorgen natürlich in erster Linie die Sänger. Das ist zunächst, wie schon in der RCA-Plattenaufnahme unter Pinchas Steinberg, die viel umjubelte Vesselina Kasarova in der Rolle des Tito-Freundes und Mörders Sextus (Sesto), noch viel stärker, leidenschaftlicher die bedauerlicher noch nicht zu dem Ruhm, den sie in den Augen des Rezensenten verdient hat, gelangte Dorothea Röschmann als Sesto zum Mord anstiftende Vitellia, Tochter des ermordeten Kaiser-Vorgängers Vitelius (Vitellio). Dem gegenüber besonnen, gerecht und milde und sich dennoch seiner ausweglosen Lage, es als Kaiser jeden Recht machen Wollenden und nicht Könnenden - ein auch gesanglich nahe gehender, die ausgestalteten Titus-Arien virtuos meisternder Michael Schade. Optischer Glanzpunkt, musikalisch indes von Mozart nur selten ausgestaltet und somit nicht zu viel bietend, haben wir noch Luca Pisaroni, den man mal gesanglich auf die Hörprobe stellen sollte. Bestanden hat diese wie auch die Transvestismus-Prüfung souverän die lettische Mezzosopranistin Elina Garanča, bei der man beim ersten Mal zweimal hingucken muss um sich klar zu werden, ob es sich hier um einen Mann oder aber doch, wie es die Stimme nahe legt, um eine Frau handelt. Wieder mal mit ganz eigenem italienischen Akzent und ansonsten eher das Flittchen oder Blondchen gebend, rundet schließlich Barbara Bonney das Ensemble ab. So sind denn auch die beiden Glanzpunkte schnell ausgemacht: ein virtuoser Michael Schade als Titus und eine meisterhafte und leidenschaftliche Dorothea Röschmann als Vitellia. Indes kam beim Rezensenten in dieser Einspielung die Kasarova als Sesto nicht so überzeugend rüber, wie er sich das gewünscht hätte. Das Interessanteste indes dürfte sicher die Inszenierung als solche sein. Ansonsten nicht unbedingt Fan moderner Auslegung und Kostümierung historischer Stoffe, muss der Rezensent doch unumwunden zugeben, dass die starke sexuelle (und auch homoerotische) Komponente des Opernstoffes herausstellende und zum gestaltenden Instrument erhebende Bühnenfassung in historischer Drei-Ebenen-Umgebung der Felsenreitschule durchaus überzeugt und eine sehr interessante Alternative zu den vorliegenden DVD-Fassungen bietet. Die gelungenste Verschmelzung des historischen wie erotischen Aspekts bietet indes die Glyndebourne-Inszenierung und am kulissenreichsten und kostümlich beeindruckendsten kommt sicher die Spielfilmfassung des Jean-Pierre Ponnelle, die an Originalschauplätzen gedreht wurde. Die TDK-Box kommt als 2er-Packung daher, wobei die erste davon nur eine Standard DVD-5 ist; die Aufnahme ist also nicht, wie zunächst vielleicht anzunehmen, in HD aufgezeichnet, sondern standardisiertes 16:9 anamorph mit DD5.1 / DTS 5.1 Sound der italienisch gesungenen Fassung. Ungewohnt kurz in dieser Packung die sonst ausführlicher gehaltene Begleitbroschüre, die lediglich 2,5 Seiten Hintergrundtext, indes keine Zusammenfassung und/oder Künstlerdetails bietet. Als Ergänzung der bereits vorgestellten DVD- und CD-Fassungen derselben Oper durchaus zuempfehlen D. C. ZUSATZINFORMATIONEN / HÖRPROBEN - Zusammenfassung
des Geschehens Einspielungen - Die hier besprochene Aufführung
aus dem Schloss Drottningholm TITO auf der gaystation - DVD-Einspielung
Glyndebourne
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2
DVD TDK Laufzeit: 160 Minuten
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Letztes Update: 27.02.2007, 01.17 Uhr |
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