Lully, Jean-Baptiste (1632 - 1687)

 

PERSÉE - 1682

Tragédie lyrique en cinq actes
Libretto von Philippe Quinault

Cyril Auvity (Persée)
Alain Coulombe (Phinee)
Olivier Laquerre (Cephée, Méduse)
Marie Lenormand (Andromède)
Stephanie Novacek (Cassiope)

Tafelmusik Baroque Orchestra
Tafelmusik Chamber Choir  
Dirigent: Hervé Niquet
 

Aufnahme aus dem Opera Atelier (Elgin Theatre) Toronto 2004


Inszenierung:             Marshall Pynkoski
Choreographie:          Jeannette Zingg
Ausstattung:              Dora Rust-D'Eye
 

Die DVD - Ausstattung

Zu kaufen ab: 29.03.2005
DVD-Bild:       16:9 anam
DVD-Ton:       PCM Stereo, Dolby Digital 5.1, DTS 5.1
Region Code:  RC 0
Untertitel:       GB, F, D
Spielzeit:        127 Minuten

*** EuroArts 205 4178 ***

Jean-Baptiste Lully, zu Barockzeiten in seiner Stellung als führender Hofkomponist am Hofe Ludwigs XIV von Frankreich, d e s absolutistischen Herrschers schlechthin, eine der schillerndsten Figuren, war in den vergangenen Jahrhunderten so ziemlich in Vergessenheit geraten und nur selten aufgeführt sowie noch seltener eingespielt worden. Nunmehr ist er dank des Kinos und des ebenso lehrreichen wie unterhaltsamen Filmes DER KÖNIG TANZT auch einem breiten Publikum bekannt als der Komponist, der schließlich an einer sich selbst mit dem Taktstock zugefügten Fußverletzung starb.

Nachdem bis 2000 nicht eine einzige Einspielung dieser Oper von Lully vorlag, haben wir nunmehr derer gleich zwei - und beide nehmen sich nichts in ihrer Meisterschaft. Eindrucksvoller, da sowohl optisch als auch akustisch ein Genuss ist sicher die DVD-Einspielung der von Hervé Niquet musikalisch verantworteten und von Marshall Pynkoski inszenierten Version. Dem steht aber akustisch die CD-Einspielung der Version der Talens Lyriques unter Christophe Rousset (Astrée Naïve/Harmonia Mundi E 8874 - 3 CDs, aufgenommen 09/2001) in keinster Weise nach.

Aber natürlich wirken die zahlreichen Balletteinlagen sowie insbesondere die Kampfesszenen natürlich viel eindrucksvoller in einer zudem äußerst liebevoll und möglichst authentisch barocken Ausstattung gehaltenen Inszenierung! Natürlich, könnte man einwenden, ist das Sujet ja eines - oder sagen wir eine Zusammenstellung von zumindest zweien - aus der klassischen Mythologie und da hatte man noch nicht die prachtvoll glitzernden Prunkkleider aus dem Zeitalter des Sonnenkönigs. Doch ist eben nur das Sujet ein klassisches, von Anfang an war die Oper ein Auftragswerk seines Herrn Ludwig XIV und zu dessen Beweihräucherung und zu der absoluter Macht bestimmt gewesen.

Und obwohl sich Ludwig XIV den Perseus als Helden selbst ausgedacht hat - wer mag es, zumal als absolutistischer Herrscher, schließlich nicht, mit diesem edelmütigen, gerechten und volksnahen Göttersohn verglichen zu werden - das Publikum erwartete eher eine zeitgenössische Personage - und bekommt sie in dieser Aufführung reichlich.

Und man erwartete Action auf der Bühne - und auch in dieser Hinsicht enttäuscht die Oper wahrlich nicht. Sicher, am Hofe Ludwigs XIV, bei dem Geld bekanntlich keine Rolle spielte, wäre da sicher noch umfangreichere und pompösere Dekorationen, auf Eindruck machen getrimmtere Götter wie Monster aufgefahren worden, doch waren die Special-Effects-Verantwortlichen auch in der Inszenierung des Opera Atelier Toronto nicht gerade kleinlich und schon gar nicht einfallslos. D.C.


Weitere Links zu PERSÉE

- die erste gedruckte Fassung der gesamten Opernpartitur von 1722
- ausführliche Besprechung der CD-Einspielung Les Talens Lyriques bei Rondo
 

Kaufen bei AMAZON

- die DVD-Einspielung bei EuroArts - einen Trailer gibt es hier
- CD-Gesamteinspielung von 2001 (Christophe Rousset, Les Talens Lyriques) bei Harmonia Mundi (3 CDs) - Hörproben gibt es hier!
- die VHS (leider nur!) des Filmes DER KÖNIG TANZT

 

  

1 DVD
Label: EuroArts
Katalog-Nr.: 2054178

Spielzeit:         ca.  127 Minuten

 

Interpretation: 
Klang:
Inszenierung:

ausgezeichnet
sehr gut
sehr gut

 

oder als CD-Einspielung (3 CDs)
Astrée Naïve/Harmonia Mundi E 8874

 

Letztes Update: 27.02.2007, 01.17 Uhr

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