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Lully, Jean-Baptiste (1632 - 1687) |
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PERSÉE - 1682 Tragédie lyrique en cinq actes Tafelmusik Baroque Orchestra Aufnahme aus dem Opera Atelier (Elgin Theatre) Toronto 2004 Die DVD - Ausstattung Zu kaufen ab: 29.03.2005 *** EuroArts 205 4178 *** Nachdem bis 2000 nicht eine einzige Einspielung dieser Oper von Lully vorlag, haben wir nunmehr derer gleich zwei - und beide nehmen sich nichts in ihrer Meisterschaft. Eindrucksvoller, da sowohl optisch als auch akustisch ein Genuss ist sicher die DVD-Einspielung der von Hervé Niquet musikalisch verantworteten und von Marshall Pynkoski inszenierten Version. Dem steht aber akustisch die CD-Einspielung der Version der Talens Lyriques unter Christophe Rousset (Astrée Naïve/Harmonia Mundi E 8874 - 3 CDs, aufgenommen 09/2001) in keinster Weise nach. Aber natürlich wirken die zahlreichen Balletteinlagen sowie insbesondere die Kampfesszenen natürlich viel eindrucksvoller in einer zudem äußerst liebevoll und möglichst authentisch barocken Ausstattung gehaltenen Inszenierung! Natürlich, könnte man einwenden, ist das Sujet ja eines - oder sagen wir eine Zusammenstellung von zumindest zweien - aus der klassischen Mythologie und da hatte man noch nicht die prachtvoll glitzernden Prunkkleider aus dem Zeitalter des Sonnenkönigs. Doch ist eben nur das Sujet ein klassisches, von Anfang an war die Oper ein Auftragswerk seines Herrn Ludwig XIV und zu dessen Beweihräucherung und zu der absoluter Macht bestimmt gewesen. Und obwohl sich Ludwig XIV den Perseus als Helden selbst ausgedacht hat - wer mag es, zumal als absolutistischer Herrscher, schließlich nicht, mit diesem edelmütigen, gerechten und volksnahen Göttersohn verglichen zu werden - das Publikum erwartete eher eine zeitgenössische Personage - und bekommt sie in dieser Aufführung reichlich. Und man erwartete Action auf der Bühne - und auch in dieser Hinsicht enttäuscht die Oper wahrlich nicht. Sicher, am Hofe Ludwigs XIV, bei dem Geld bekanntlich keine Rolle spielte, wäre da sicher noch umfangreichere und pompösere Dekorationen, auf Eindruck machen getrimmtere Götter wie Monster aufgefahren worden, doch waren die Special-Effects-Verantwortlichen auch in der Inszenierung des Opera Atelier Toronto nicht gerade kleinlich und schon gar nicht einfallslos. D.C.
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1 DVD Spielzeit: ca. 127 Minuten
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Letztes Update: 27.02.2007, 01.17 Uhr |
- Alle Angaben ohne Gewähr! - |