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Händel, Georg Friedrich (1685 - 1759) |
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ALCINA - 1734 (HWV 34) Dramma per musica in tre atti Staatsorchester Stuttgart Aufnahme aus der Staatsoper Stuttgart (1999) Die DVD - Ausstattung Zu kaufen ab: 11.02.2002 *** 1
DVD - Arthaus - 100 338 *** Die Story rund um die Zauberin Alcina auf ihrer Insel entstammt dem sechsten und siebten Gesang des Orlando Furioso. Und zumindest in der Legende und den boshaften Unterstellungen Orontes zufolge hat es Alcina faustdick hinter den Ohren. Nach ihm hat sie keinen Mann jeweils anbrennen lassen und wenn sie ihr zuwider waren, hat sie sie kurzerhand in Tiere verwandelt. Ihr aktueller Lover heißt Ruggiero und in der zweiten Szene des ersten Aktes berichtet er den beiden Neuankömmlingen in Alcinas Herrschaftsbereich auf deren Verlangen von ihrer beider Liebe. Als die beiden neu gekommenen Herren allein, gibt sich einer von ihnen, Ricciardo als Bruder von Bradamante, einer weiteren Schicksalsdame, die wiederum Ruggiero für seine Liebe zu Alcina verlassen hatte. Und eben dies will Ricciardo weder auf sich, noch auf seiner - vermeintlichen - Schwester sitzen lassen. Denn, wie sich später herausstellt, ist es eben Bradamante, die in den "Hosen" des Ricciardo steckt und Kopf und Kragen riskiert. Und nicht nur ihren. Durch ihre flirtenden Blicke hat Bradamante alias Ricciardo Morgana in ihren Bann gezogen, deren eifersüchtiger Liebhaber Oronte (s. o.) fordert ihn daraufhin zum Duell, wird aber von eben jener Morgana an irgendwelchen finalen Lösungen gehindert. Als "Dank" trennt sich Morgana von Oronte (das hat man nun davon). Letzterer ist stinksauer und gönnt seinerseits auch Ruggiero nicht sein Glück und setzt eben die Gerüchte über die mannstolle Alcina in die Welt und macht ihm Angst, als nächster in ein Tier verwandelt zu werden, schließlich habe ja Alcina seit neuestem ein Verhältnis mit Ricciardo. Keine feine Art, unliebsame Konkurrenten aus dem Weg zu räumen, aber so und durch zahlreiche andere Verwirrungen gibt es wieder einmal genügend Stoff für zärtliche Liebesarien, gefolgt von furiosen Eifersuchtsszenen, Betörungsarien und Hasstiraden. Und das wiederum sorgt natürlich für reichlich Bewegung auf der Bühne. Und eben jenes Liebesbünde und -abgründe werden auf der Bühne durch eine selten offenherzige Inszenierung von Jossi Wieler und Sergio Morabito in sexuelles Knistern verwandelt. Wie bei den meisten Händel-Einspielungen aus neuester Zeit sind auch hier wieder ein beherzt spielendes Orchester mit einem einfühlsamen Alan Hacker am Dirigentenpult sowie ein ebenso engagiertes wie überzeugendes Ensemble hervorzuheben, dass gesangs- und orchestertechnisch nicht hinter den Einspielungen von Klassikgrößen wie Renée Flemming oder Joan Sutherland zurückstecken müssen. Hervorzuheben ist Alice Coote in der Rolle des Ruggiero mit ihrer leidenschaftlichen, zu Liebesschwüren wie Intrigen gleich bereiten Mimik und entsprechend veränderten Vokalität. Eine glückliche Besetzung. Auch die in der Titelrolle brillierende Catherine Naglestad verdient durch ihre mühelos kommenden Hochtonkaskaden weitere Beachtung! D.C.
- Zusammenfassung
des Geschehens - hier noch eine Diskografie der bislang vorliegenden Alcina-Einspielungen Kaufen bei AMAZON |
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1 DVD Spielzeit:
159 Minuten
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Letztes Update: 27.02.2007, 01.17 Uhr |
- Alle Angaben ohne Gewähr! - |