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Arien, Chöre und Ouvertüren aus:
Mozart: Le nozze di Figaro * Don Giovanni * Idomeneo * Verdi:
Macbeth * Otello * Rossini: Il barbiere di Siviglia * Stravinsky: The Rake's
Progress * Monteverdi: Il ritorno d'Ulisse in patria * Gershwin: Porgy and Bess
* Britten: Peter Grimes * Strauss: Capriccio *
Frederica von Stade * Montserrat Caballé * Kim Begley *
Ruggero Raimondi * Felicity Lott * Cynthia Haymon *
Zu den Gästen der Gala zählten: Dame Janet Baker * Sir
Geraint Evans * Elisabeth Söderström
The Glyndebourne Chorus
The London Philharmonic
Dirigenten: Andrew Davis * Bernard Haitink
Im Jahre 1992, zum Ende der Opernsaison, schloss das Glyndebourne Festival
Theatre mit einem Gala-Abend seine Pforten. Ein Glück, nicht für immer. Das
Theater sollte vergrößert werden und dazu waren zwei Jahre Bauzeit nötig. Man
hat das alte Opernhaus abgerissen und durch ein neues größeres ersetzt.
Das ehemalige Landgut Glyndebourne liegt in einer wunderschönen
Hügellandschaft von Sussex im Süden Englands. Das herrliche Herrenhaus,
umgeben von malerischen Gärten, bildete den zauberischen Rahmen für
dieses Abschlusskonzert. Anwesend im Publikum war, sozusagen als
"Krönung", Prinz Charles. Als Gastgeber trat der Hausherr Sir George
Christie auf, der die verbindenden Worte sprach. Er ist der Sohn des
Musikliebhabers Sir John Christie, der 1934 mit Unterstützung seiner Frau auf
seinem Landgut ein Opernhaus errichten ließ. Unter der Leitung von
Musikdirektor Andrew Davis spielte die Londoner Philharmonie, seit 1964
"Hausorchester" von Glyndebourne. Im zweiten Teil übernahm Bernard
Haitink den Taktstock, Vorgänger von Andrew Davis. Die oben angeführten
Solisten waren alle bestens bei Stimme. Herrlich Frederica von Stade mit Voi
che sapete aus Figaros Hochzeit (Mozart), Montserrat Caballé konnte mit
ihrem wunderschönen Pianissimo im Ave Maria aus Verdis Otello glänzen,
Ruggero Raimondi ließ mit seiner großartigen Bass-Stimme Die Verleumdung,
sie ist ein Lüftchen aus Rossinis Barbier erklingen. Und Felicity Lott, die
ich nur von der CD her kannte, hat mich mit der Arie Kein Andres, das mir so
im Herzen loht aus der Oper Capriccio von Richard Strauss tief beeindruckt.
Ein großartiger Abend. Das man in Glyndebourne seit jeher hohe künstlerische
Ansprüche stellt, war zu spüren. Im Laufe der vielen Jahre ist das Repertoire
der Glyndebourne Festival Opera gewachsen, denn ursprünglich wurden nur Werke
von Mozart aufgeführt. Heute reicht der Spielplan vom frühesten Barock bis hin
zur Moderne. Auf berühmte Namen kann das Haus zurückblicken: Dame Janet Baker,
Elisabeth Söderström, Sir Geraint Evans, Luciano Pavarotti, Joan Sutherland,
Montserrat Caballé, Frederica von Stade und Mirella Freni sind nur einige
wenige Künstler, die einen Opernabend immer wieder zum Erlebnis werden
ließen. A.L.
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