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Populäre italienische Lieder:
'A vucchella * Anema e core * Canta pe' me * Musica proibita *
Marechiare * Mandulinata a Napoli * O sole mio * Santa lucia * Torna * Torna a
Surriento * Vieni sul mar * L'ultima canzone * Mattinata * Mamma mia, che vo'
sape'? * Anima mia * Ideale * Funiculi, funiculà * Carmela * Core 'ngrato *
u.a.
Tito Schipa * Jussi
Björling * Ferruccio Tagliavini * Beniamino
Gigli * Giuseppe di
Stefano * Jan Kiepura * Alessandro Ziliani * Joseph
Schmidt * Aureliano Pertile * Mario del Monaco
Welche klangvollen und berühmten Sängernamen hat NAXOS für diese CD
zusammengetragen, und es handelt sich hierbei erst um Volume 1! Es sind also
noch weitere akustische Leckerbissen zu erwarten. Für eingefleischte Opern-Fans
sind die oben genannten Tenöre eine Offenbarung, war doch jeder von ihnen zu
seiner Blütezeit ein Star am Opernhimmel.
Tito Schipa (1889-1965), einer der besten lyrischen Tenöre seiner Zeit, gab in
der Rolle des Alfred in Verdis La Traviata sein Operndebüt. Er hat viele
Jahrzehnte an der Civic Opera in Chicago und an der New Yorker Met gewirkt. 1941
kehrte er nach Italien zurück und sang bis 1950 an der Mailänder Scala und der
Oper von Rom. - Über Jussi Björling, Beniamino Gigli, Giuseppe di Stefano und
Joseph Schmidt habe ich ausführlich in der Rubrik Arien und
Sängerportraits berichtet. - Jan Kiepura (1902-1966), der großartige
Tenor aus Polen, hat an vielen Bühnen gesungen, wie z.B. in Posen, Wien,
Warschau, Wien, London, Paris, Hamburg, Mailand, Buenos Aires, Chicago, New
York. In den 40er Jahren wendet er sich der Operette zu, dreht Filme und feiert
mit seiner Frau Martha Eggert, ebenfalls auf der Bühne zu Hause, große
Triumphe. Beim Publikum war er einer der beliebtesten Künstler, was er wohl
auch seinem unwiderstehlichem Charme zu verdanken hatte. - Aureliano
Pertile (1885-1952), auch er einer der ganz großen Tenöre seiner Zeit.
Mailänder Scala, die Oper von Rio de Janeiro, das Teatro Colón in Buenos
Aires, die Met in New York waren sein künstlerisches Zuhause. In den Jahren von
1922 bis 1937 war er ein von Arturo Toscanini bevorzugter Tenor. Seine
Paraderolle, mit der er sich auch von der Bühne verabschiedet hat, war die des
Nero aus Arrigo Boitos Oper Nerone. - Mario del Monaco (1915-1982) war
auf vielen Operneinspielungen der Partner von Renata Tebaldi, sozusagen das
Konkurrenz-Sängerpaar zu Callas/di Stefano. Seine eigentliche Karriere begann
nach 1945 mit Madame Butterfly an der Mailänder Scala. Seine nächsten
Rollen übernimmt er in La Bohème, Tosca, I Pagliacci. Er
singt in London, Stockholm, Rio de Janeiro und in der Arena von Verona den
Radames in Verdis Aida. Weiter führt ihn der Weg an die Met, Bolshoi
Theater Moskau, Teatro Colón in Buenos Aires und auch öfters an die Bühnen
Westdeutschlands. Seine absolute Bühnenrolle, die er 427 Mal gesungen hat, war
der Otello (Verdi). - Ferruccio Tagliavini (*1913) feierte seine Triumphe an der
Mailänder Scala, Staatsoper Wien, Teatro Colón in Buenos Aires, Brüssel,
Paris, Chicago, San Francisco, Florenz, Venedig und an der New Yorker Met. Seine
Bühnenkollegin, die Sängerin Pia Tassinari, wurde seine Frau. 1965
verabschiedete er sich von der Bühne und zwar am Teatro Fenice (Venedig) in
seiner Glanzrolle als Titelheld in Werther von Massenet. - Alessandro
Ziliani )1906-1977) sang im Jahre 1932 an der Mailänder Scala den Enzo in La
Gioconda (Ponchielli), es war seine Antrittsrolle. Er war 17 Jahre an der
Oper von Rom tätig, sang bei den Festspielen von Verona, an den Staatsopern von
Berlin, München und Wien. Auch in Operetten fühlte er sich wohl und er drehte
italienische sowie deutsche Tonfilme. Verheiratet war auch er mit einer
Sängerin, mit der Sopranistin Mafalda Favero.
Über die Lieder auf dieser CD muß man keine Worte verlieren. Man kennt sie,
man liebt sie. Fast alle großen Tenöre der letzten einhundert Jahre haben sie
gesungen, oft als Zugabe bei einem Konzert, oder aber auf Tonträger. Als ich
den ersten Titel dieser CD hörte, gesungen von Tito Schipa aus dem Jahre 1927,
war ich über die gute Tonqualität überrascht. Als ich mir das Booklet etwas
näher ansah, konnte ich feststellen, dass auch bei dieser CD der Klang-Veredler
Ward Marston seine Hände im Spiel hatte. So wie bei der Opernaufnahme von La
Gioconda mit Maria Callas (auch bei NAXOS Historical erschienen), hat er
auch hier wieder kleine Wunder vollbracht, was die Klangqualität angeht. A.L.
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