Geschichte der Oper

 

Geschichte der Oper
in 4 Bänden
Silke Leopold (Hrsg.)

4 Bände mit zusammen LIX/1.845 Seiten, 229 Abb. und 225 Notenbeispielen.

Gebunden € 148,– (Subskriptionspreis bis 31.12.2007)
danach ca. € 178,–)

[Das Werk ist nur geschlossen zu beziehen.]

Laaber Verlag


*** 4 Bände - ISBN 978-3-89007-657-7 - 2007 ***

Band 1
Die Oper im 17. Jahrhundert
Von Silke Leopold

Band 2
Die Oper im 18. Jahrhundert
Herbert Schneider/Reinhard Wiesend (Hrsg.)

Band 3
Oper und Musikdrama im 19. Jahrhundert
Von Sieghart Döhring/Sabine Henze-Döhring

Band 4
Musiktheater im 20. Jahrhundert
Siegfried Mauser (Hrsg.)


Die Geschichte der Oper ist eine korrigierte und ergänzte Neuausgabe der Bände 11 bis 14 der von Siegfried Mauser herausgegebenen Reihe Handbuch der musikalischen Gattungen.


Diese Edition kann man nur loben! Der Rezensent ist begeistert! Als bekennender Barockenthusiast natürlich insbesondere über die ersten beiden Bände. In dieser Tiefe und Ausführlichkeit hat er die Entstehungsgeschichte und Herausbildung der Gattung Oper noch nicht beschrieben und die ersten Vertreter dieses Genres als auch die herausragenden Vertreter des Komponistenberufes noch nicht vorgestellt gesehen.

Dabei ist das Buch kein neues, nur erweitertes Opernhandbuch im Sinne einer Inhaltsdarstellung einzelner Werke der wichtigsten Komponisten (wie Wagners Großes Handbuch der Oper), auch wenn das naturgemäß immer wieder vorkommt, aber nie als reine Inhaltsangabe. Wird ein Werk besonders herausgehoben, wird dies umfassend beleuchtet, die Vor- und Aufführungsgeschichte nachgezeichnet, während im Weiteren von den charakteristischen Eigenschaften dieses einen Werkes auf größeres abgehoben wird - wie das Typische dieses Komponisten oder gar einer bestimmten Gruppe oder einer bestimmten Zeit. Besonders interessant sind die ausgewogenen Analysen der musikalischen Besonderheiten, die durch Notenbeispiele immer wieder dargestellt wird.

Besonders interessant für den Leser dürfte die intensive Berücksichtigung der Alltags- und Sozialgeschichte genauso sein wie das Zurückgreifen (und Zitieren von) auf Originalquellen, wenn es darum geht, einzelne Aufführungen oder aber die Wirkung, den Bekanntheitsgrad oder auch die interpersonellen Verquickungen und Verwicklungen darzustellen.

Bei der selbstverständlichen Erwähnung und Behandlung der gemeinhin bekannten Großen der Operngeschichte zeichnet sich diese Enzyklopädie vor allem auch dadurch aus, dass sie eine große Bannbreite bislang wenig bis gar nicht bekannter Werke und Personen zumindest einführt oder gar ausführlicher darstellt. Der Rezensent jedenfalls hat schon eine ganze Liste von Werken zusammengestellt, die er mal versuchen muss, irgendwo zu eruieren und weiter zu lesen.

Auch weiter lesen ist ein gutes Stichwort: eine ausführliche Bibliografie am Ende jedes Bandes gibt die Möglichkeit, sich mit reichlich Lesestoff in verschiedenen Sprachen zu versorgen. Natürlich wird glücklicherweise für die anderer Sprachen weniger Mächtigen besonders auch das deutschsprachige Schrifttum zu einem bestimmten Thema gut berücksichtigt.

*** Inhaltsverzeichnis der Bände 1-4 - courtesy of Laaber Verlag ***

Band 1

Die Oper im 17. Jahrhundert

Von Silke Leopold

 

INHALTSVERZEICHNIS

VORWORT VII

EINLEITUNG IX

 

KAPITEL I

WEGE ZUR OPER 1

Trionfo und Sacra Rappresentazione 3

Die Fabula d’Orfeo 8

Tragödie, Komödie, Satyrspiel 14

Die Florentiner Intermedien 26

Die Commedia dell’arte 38

Der Mythos von der griechischen Tragödie 46

 

KAPITEL II

ANFÄNGE DER OPER 61

Florenz, Rom, Mantua – eine Chronik der Ereignisse 61

Mythologische Opern 73

Religiöse Opern 99

Literarische Opern 118

 

KAPITEL III

OPER IN VENEDIG – UND ANDERSWO IN ITALIEN 141

All’usanza Spagnuola 147

Verwirrspiele – Die neuen Libretti 167

Francesco Cavalli 175

Short Cuts 185

 

KAPITEL IV

OPER IN FRANKREICH 193

Italienische Anfänge 195

Jean-Baptiste Lully 200

Die Begründung der Tragédie en musique:

Cadmus et Hermione 204

Die Tragédie en musique als musikalische Tragödie: Atys 211

Lullys Spätwerk: Höhepunkt und Neuanfang 217

Die Tragédie en musique nach Lully:

Marc-Antoine Charpentier 221

Die Ballett-Oper 227

 

KAPITEL V

HALBE UND GANZE OPERN: DIE OPER IN ENGLAND 239

Der Streit zwischen Ohr und Hirn 242

Purcells Dido und Aeneas 247

Purcells Semi-Operas 257

Das (vorläufige) Ende der englischen Oper 263

 

KAPITEL VI

OPER IN DEUTSCHEN LANDEN 267

Vielstimmige Anfänge: Die Oper nördlich der Alpen

in der ersten Jahrhunderthälfte 269

Opernversuche in deutscher Sprache 271

Seelewig 278

Opernzentren in der zweiten Jahrhunderthälfte 288

 

KAPITEL VII

OPER IN ITALIEN UM 1700: ENDE UND ANFANG 337

Alessandro Scarlatti 341

Die Accademia dell’Arcadia 361

Opern im Umkreis der Arcadia 366

LITERATURHINWEISE 379

NAMEN- UND WERKREGISTER 391

INHALTSVERZEICHNIS

 

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Band 2

Die Oper im 18. Jahrhundert

Herbert Schneider/Reinhard Wiesend (Hrsg.)

 

INHALTSVERZEICHNIS

EINLEITUNG IX

KAPITEL I

DIE ITALIENISCHE OPER IM 18. JAHRHUNDERT: HINFÜHRUNG 1

 

KAPITEL II

DIE WELT DER OPERA SERIA 9

Die Opera seria Metastasios 9

Zu Metastasios Anschauungen vom Theater 10

Zum Konflikt und zum Begriff von Anfang und Ende 12

Die Librettoformen und ihr Verhältnis zur Musik 17

Händels Opern im europäischen Zusammenhang 28

Voraussetzungen 28

Chronologischer Überblick 29

Stil und Kunstcharakter 33

Die Opera seria im späten 18. Jahrhundert 40

Der Komponist als Dramatiker 41

Alte und neue Motive 46

Die neue Dramaturgie 49

 

KAPITEL III

REFORMEN UND ALTERNATIVEN 59

Kleinere szenische Gattungen (›componimenti drammatici‹) 59

Opernkritik und Opern-»Reform« 72

Dramma eroicomico, Opera buffa und Opera semiseria 86

 

KAPITEL IV

DIE KOMISCHE ITALIENISCHE OPER 99

Die frühe Commedia per musica (1700–1740) 99

La Cilla von 1706 102

Von Patrò Calienno de la costa zu Li zite ’ngalera und

Amor vuol sofferenza: Die Verselbständigung der

Musikkomödie 105

Das frühe Intermezzo (1700–1740) 112

Text, Dramaturgie, szenische Darstellung und Musik 116

Etappen der späteren Gattungsgeschichte: Sarro, Hasse

und Pergolesi 121

Das komische Musiktheater Carlo Goldonis 125

Goldoni als Librettist von Intermezzi 126

Die Libretti der komischen Mehrakter 127

Goldonis Libretti und ihre Vertonung: Galuppi und

Piccinni 135

Die Opera buffa im späteren 18. Jahrhundert (1760–1800) 145

Giovanni Paisiello: Von L’idolo cinese zu Il barbiere di

Siviglia und Nina o sia la pazza per amore 149

Domenico Cimarosa: Mit Il matrimonio segreto auf dem

Weg zu Rossini 158

 

KAPITEL V

TRAGÉDIE LYRIQUE 161

Allgemeinde Gesichtspunkte 161

Die Tragédie en musique nach Lully 174

Rameaus Tragédies 194

Die Epoche zwischen Rameau und Gluck 214

Glucks Pariser Opern 216

Die Tragédie lyrique zwischen Gluck und der Revolution 247

Die Oper während der Revolution 263

 

KAPITEL VI

OPÉRA-BALLET, BALLET HÉROÏQUE, COMÉDIE LYRIQUE UND

ANDERE GATTUNGEN 273

 

KAPITEL VII

OPÉRA-COMIQUE 299

Die Opéra-comique von den Anfängen bis zum

Buffonistenstreit 299

Die Übergangszeit zum Drame lyrique 323

Drame lyrique und Opéra-comique. »Un spectacle qui

favorise le caractère de la nation« 336

Zur musikalischen Entwicklung der Opéra-comique 346

Die Opéra-comique während der Revolution 375

 

KAPITEL VIII

DAS SINGSPIEL VOR MOZART 389

Zur Terminologie 389

Zur Theorie des ›Singspiels‹ 390

Zur Entwicklung im 18. Jahrhundert 395

 

KAPITEL IX

MOZART UND DIE OPERNGATTUNGEN 421

 

KAPITEL X

VON MOZARTS UMGANG MIT DER TRADITION 435

Mozart und die Opera seria 437

Mozart und die Opera buffa 448

Die Gattungen in deutscher Sprache: Schauspielmusik und

Singspiel bei Mozart 458

LITERATURHINWEISE 469

NAMEN- UND WERKREGISTER 491

 

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Band 3

Oper und Musikdrama im 19. Jahrhundert

Von Sieghart Döhring/Sabine Henze-Döhring

 

INHALTSVERZEICHNIS

VORWORT VII

EINLEITUNG IX

 

KAPITEL I

DIE KRISE DER NATIONALEN GATTUNGEN (1800–1850) 1

Vom Dramma per musica zum Melodramma serio 1

»Révolution rossinienne«: Rossinis Individualstil als

Gattungsstil 5

Transformation der Gattung im Spiegel des »romantismo«:

Bellini – Donizetti – Mercadante 18

Das Melodramma unter dem Einfluß der Ästhetik Victor

Hugos: Verdis Ernani und Rigoletto 32

Von Comédie larmoyante und »Rettungsoper« zum

Melodramma semiserio 41

Das Melodramma giocoso: ein »genre manqué«? 51

Die Opéra comique am Beginn der Restaurationsepoche 62

Wandlungen der Opéra comique zwischen Romantik und

Realismus: Von Boieldieus La Dame blanche zu Adams

Giralda 76

Ein Singspiel aus dem Geist der Restauration: Beethovens

Fidelio 90

Das Singspiel und die Idee des »Romantischen« 96

Renaissance des komischen Genres: Lortzing und Nicolai 112

Von der Tragédie lyrique zur Grand opéra: Auf dem Weg

zur historischen Oper 116

Der Blick auf die deutsche Große Oper oder Das Scheitern

zweier Projekte: Spohrs Jessonda und Webers Euryanthe 137

Meyerbeers Grand opéra: Historische Oper als Ideendrama 152

Die Großen Opern Wagners 176

 

KAPITEL II

DIE INTERNATIONALISIERUNG DER OPER (1850–1900) 195

Verdis Drame bourgeois: La traviata 195

Das Drame lyrique des Second Empire 204

Dramma musicale: Von Boitos Mefistofele zu Verdis Otello 214

Historische Oper in Paris 236

Historische Oper als europäische Erscheinung 261

Musikdrama: Entstehung und Konzeption von Wagners

Ring des Nibelungen 281

Wagnerismus 308

Opéra bouffe und Musikalische Komödie 325

Opéra dialogué: Von Dargomysskijs Kamennyj gost’ zu

Rimskij-Korsakovs Mocart i Sal’eri 343

Die Oper der neunziger Jahre: Der »Verlust« der Gattung

unter dem Primat des Ästhetischen 360

LITERATURHINWEISE 371

NAMEN- UND WERKREGISTER 387

INHALTSVERZEICHNIS

 

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Band 4

Musiktheater im 20. Jahrhundert

Siegfried Mauser (Hrsg.)

 

 

INHALTSVERZEICHNIS

EINLEITUNG VII

KAPITEL I

OPER UND MUSIKDRAMA NACH DER JAHRHUNDERTWENDE 1

Fortsetzungstendenzen 1

Neudeutsche und deutsche Veristen 1

Nach Wagner – Probleme und Perspektiven der Oper

zwischen 1890 und 1920 11

Vom Musikdrama zum Konversationsstück.

Das Musiktheater von Richard Strauss 54

Absetzungstendenzen 78

»Gesungenes Schauspiel« und Symbolismus 78

Verismus, Realismus und Exotismus 108

Musikalisches Unterhaltungstheater in der ersten Hälfte

des 20. Jahrhunderts 126

Komische Oper 132

 

KAPITEL II

NEUE MUSIK 143

Zwischen avantgardistischem Aufbruch und Formen der

Konsolidierung (bis ca. 1945) 143

Vom expressionistischen Einakter zur großen Oper.

Das Musiktheater der Wiener Schule 143

Spät- und Nachexpressionismus 171

Futurismus und Dadaismus 185

Trennung der Elemente und Verfremdung 209

Neoklassizismus und Ritualisierung I 236

Versachlichung und Sachoper 258

Politisierung I (mit Lehrstück II) 296

Normalisierung und Normalität 318

Pseudopolitisierung und »Bekenntnismusik« 341

Zwischen Anknüpfungs- und Radikalisierungstendenzen

(2. Jahrhunderthälfte) 376

Literarisierung und »Literaturoper« 376

Experimentelles Musiktheater: Von John Cage und

Mauricio Kagel bis Helmut Lachenmann 391

Avantgarde und Politisierung II 408

Ritualisierung II und Minimalismus 426

»Gemäßigte Moderne« und Mainstream 442

Grenzgänge: Performance Art, Fluxus, Living Theatre,

Videoinstallation 470

Medialisierung 485

LITERATURHINWEISE 509

NAMEN- UND WERKREGISTER 527

INHALTSVERZEICHNIS

 

*** Pressetext courtesy of Laaber Verlag ***

Die Oper, zahllose Male mit bedauernder oder auch mit triumphierender Miene totgesagt, ist heute so lebendig wie vor Jahrhunderten. Und sie ist so präsent wie nie: Auf den Bühnen unserer Zeit tummeln sich, wenn auch in unterschiedlicher Frequenz, Opern aus allen vier Jahrhunderten. Claudio Monteverdi, Francesco Cavalli und Georg Friedrich Händel haben sich als feste Größen der Barockoper im Repertoire etabliert; Wolfgang Amadeus Mozart und Gioacchino Rossini, Giuseppe Verdi und Richard Wagner, George Bizet und Giacomo Puccini beherrschen weltweit die Spielpläne, und zeitgenössische Komponisten wie Hans-Werner Henze und Helmut Lachenmann, Philip Glass und Salvatore Sciarrino lassen keinen Zweifel daran, daß die Oper auch mit den musikalischen Mitteln der Gegenwart Zukunft hat. Es lohnt sich also nicht nur für den historisch interessierten Leser, sondern auch für den Opernbesucher heute, die Geschichte der Oper in ihrer ganzen Breite wahrzunehmen.

Ausgehend von den Wegbereitern der Oper im 15. und 16. Jahrhundert spannt die Geschichte der Oper einen weiten Bogen bis zu den musikdramatischen Experimenten der unmittelbaren Gegenwart. Erzählt wird die Geschichte einer Kunstform, die eine erstaunliche Vielfalt der Gattungen und Stile hervorgebracht hat und immer wieder Spiegel gesellschaftlichen Geschehens war.

In den vier Bänden dieser Ausgabe wird die Geschichte der Oper in all ihrer Lebendigkeit, all ihren Höhepunkten und Krisen, in all ihren Entwicklungslinien in einer Ausführlichkeit dargestellt, die auf dem Buchmarkt ihresgleichen sucht.

»Vier Bände, so vielfältig und spannend wie die Geschichte der Oper selbst. Ein Standardwerk!«
so urteilt Chefredakteur Stephan Mösch von der renommierten Zeitschrift OPERNWELT über die neue, von Silke Leopold herausgegebene Geschichte der Oper.

»Ein Standardwerk!«
Fono Forum

»Vier Bände, so vielfältig und spannend wie die Geschichte der Oper selbst. Ein Standardwerk!«
Stephan Mösch, Opernwelt

»man [darf] dem Laaber-Verlag einen bedeutenden Schritt auf der Gratwanderung zwischen Popularität und Wissenschaft bescheinigen«
Das Opernglas

»Die Oper [...] wird in ihrer ganzen Bandbreite ausführlich und kompetent dargestellt, illustriert mit der Wiedergabe zahlreicher Texte, Notenbeispielen, zeitgenössischen Abbildungen – eine Fundgrube an Quellenmaterial, differenziert erschlossen mit Literaturhinweisen, Namens- und Werkregistern.«
ekz-Informationsdienst


 

 

 

1 DVD-Video
Label: TDK
Katalog-Nr.: DV-OPEON

Spielzeit: 157 Minuten

Interpretation, Klang & Bild:        

sehr gut

 

Letztes Update: 27.09.2007, 01.27 Uhr

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