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Barocke Oboenkonzerte |
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Bach: Han de Vries (Barockoboe G. Krone Leipzig, c. 1735) Aufnahmen von 1978 (Vivaldi), 1979 (Bach), 1981 (Telemann, DDD) ***
2 CDs - EMI Classics - 0946 3 50905 2 9 - 28.04.06 *** Da hat die EMI mal wieder in ihren Archiven geschaut und ist fündig geworden - und beschert uns in einer remasterten Version diverse Einspielungen barocker Oboenkonzerte aus der Feder dreier, natürlich auch oft gespielter, Protagonisten - nämlich Bach, Telemann und Vivaldi. Über die Entfesslungskünste Letzteren bei den Streich- und auch Blasinstrumenten haben wir schon viel gelesen und uns in diversen Einspielungen von Vivaldi-Streicherwerken und Orchesterkonzerten einen Eindruck verschaffen können. Diesen können die auf CD 2 vorliegenden Oboenkonzerte nur vertiefen. Die Telemannschen Oboenstücke indes sind relativ wenig eingespielt und so liegt in diesen wohl das Hauptkaufargument für diese Kompilation. Zumal es zufällig gerade die Telemann-Stücke sind, die bereits in digitaler Aufnahmequalität eingespielt wurden. Han de Vries, gefeierter niederländischer Oboist, erst am Concertgebouw tätig, bevor er eine Solistenkarriere einschlug, hat diese mit der Alma Musica Amsterdam unter Lucy van Dael im Jahre 1981 in der Waalse Kerk in Amsterdam eingespielt. Die Akustik dieser in Konzertkreisen wahrlich nicht unbekannten Kirche kommt auch in dieser Einspielung wieder sehr gut rüber und sorgt für ein gutes Klangerlebnis. Naja, und dass de Vries mit seinem Instrument umgehen konnte, ist schon unbestritten. Schließlich und endlich - obwohl in der CD-Edition den Reigen eröffnend - haben wir noch drei Bachkonzerte für Oboe, die mit mit 55 Minuten den Großteil der ersten CD dieses 2er-Sets einnehmen. Insgesamt bietet die Edition der de-Vries-Einspielungen einen guten Einblick in die barocke Oboenmusik, hätte aber sicher, durch Aufnahme weiterer, v.a. italienischer und böhmischer Kompositionen bereichert, diesen auch durchaus erweitern dürfen. Nun ... vielleicht kommt das ja noch!? Gerade Kompilationen zu einem bestimmten Thema bieten ja die Möglichkeit, den geneigten Hörer an die Klangwelt auch weniger bekannter alter wie neuer Meister heranzuführen. D.C.
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2 CDs ADD / DDD (nur die Telemann-Konzerte)
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Letztes Update: 08.07.2006, 22.53 Uhr |
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