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Joseph Schmidt (4. März 1904 - 16. November 1942) |
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Joseph Schmidt singt Arien und Lieder: Dein ist mein ganzes Herz * Von Apfelblüten einen Kranz * Immer nur lächeln * Ich bin ein Zigeunerkind * Launisches Glück * Ja, das alles auf Ehr' * Du bist die Welt für mich * Freunde, vernehmet die Geschichte * Selig sind, die Verfolgung leiden * Hymne des Stradella * Land so wunderbar * Di quella pira * La donna è mobile * Wie eiskalt ist dies Händchen * E lucevan le stelle * Glück, das mir verblieb * Ein Lied geht um die Welt * Frag nicht * Das alte Wort "Ich liebe dich" * Addio * Mattinata * Ein Stern fällt vom Himmel * Heut' ist der schönste Tag in meinem Leben * Tiritomba * Te quiero, Morena * Heute Nacht oder nie * Die Liebe siegt * u.v.a. Joseph Schmidt, Tenor Diverse Orchester und Dirigenten Das neu gegründete Klassik-CD-Label: PROFIL - Edition Günter Hänssler hat zum Auftakt mit einer Doppel-CD an den immer noch sehr beliebten Sänger Joseph Schmidt erinnert, und das auch zum 100. Geburtstag des so früh verstorbenen Tenors. Die ersten Pressestimmen liegen auch schon vor: "Der Sänger Joseph Schmidt ist nicht vergessen. Ein Opfer des
Naziregimes, dessen Stimme jedoch die Jahrzehnte überdauert hat. (...) Die
Edition Günter Hänssler hat unter dem Label PROFIL eine Doppel-CD mit den 47
wichtigsten Joseph-Schmidt-Titeln herausgebracht, alle neu gemastert und
restauriert von den Original-Schellackplatten. (...) Ich muss sagen, nie klang
seine Stimme so schön wie heute." Joseph Schmidt wurde am 4. März 1904 in der Bukowina in dem kleinen Ort Davidende (Rumänien) geboren. Schon als kleiner Junge sang er in der Synagoge von Czernowitz. Sein erster Gesangsunterricht schloß sich an, ein Gesangsstudium begann er 1925 in Berlin. Vier Jahre später, am 29. März 1929, sollte er erstmalig von vielen Menschen gehört werden. Am Abend dieses für Joseph Schmidt legendären Datums wurde im Radio die Oper Die Afrikanerin (Meyerbeer) übertragen. Schmidt hatte die Hauptrolle des Vasco da Gama übernommen und schmetterte die prächtige Arie O Paradies durch den Äther. Die Rundfunkhörer waren hingerissen von dieser Stimme und in den darauf folgenden Tagen wurde der Sender mit Anfragen bestürmt: "Wer ist Joseph Schmidt? An welchem Theater kann man Ihn erleben?" Nach Ausstrahlung der Oper begann eine steile Karriere, allerdings nur Im Rundfunk, auf der Schallplatte, im Film und auf der Konzertbühne. Eine Opernbühne blieb ihm versagt, auf Grund seiner Körpergröße von 1,52 m kam es nur zu einer einzigen Opernvorstellung: Im Januar 1939 sang er in Brüssel den Rudolfo in La Bohème (Puccini). Die Kritiker haben es sich nicht verkneifen können, auf seine mangelnde Körpergröße besonders hinzuweisen. Trotz dieser Widrigkeit wurde Joseph Schmidt zum populärsten Sänger der frühen 30er Jahre. Da er jüdischer Abstammung war, kam es bald zum Auftrittsverbot durch die Nazis. Sein Film "Ein Lied geht um die Welt" wurde 1933 noch in Berlin uraufgeführt, dann mußte er Deutschland verlassen. Seine weiteren Filme drehte er in Österreich, die in Deutschland aber nicht mehr gezeigt werden durften. Schmidt unternahm Konzertreisen in die Schweiz, USA, Nordamerika, Mexiko und Kuba. Kam aber wieder zurück und versuchte sein Glück in Holland und Belgien. Aber auch dort wurde er verfolgt. Von Südfrankreich aus floh er dann 1942 illegal in die Schweiz, wo man ihn ins Internierungslager Gyrenbad bei Zürich einwies. Die Behörden haben dem körperlich bereits sehr mitgenommenen Sänger die notwendige ärztliche Behandlung verweigert, so dass er kurze Zeit später, am 16. November 1942, im Alter von nur 38 Jahren verstarb. - Was hätten wir von ihm an sängerischen Glanzleistungen noch erwarten können, wenn es ihm vergönnt gewesen wäre, die neuen Aufnahmetechniken der Schallplattenindustrie nach dem Kriege und die Ära der Langspielplatte zu erleben? Seine Stimme hatte zu jenem Zeitpunkt ihren Zenit noch nicht überschritten. - Eines berührt mich immer wieder, wenn ich seiner Stimme zuhöre: Ein Hauch von Traurigkeit schwingt in ihr mit. Sollte er vielleicht geahnt haben, welchen Schicksalsweg er zu gehen hatte! - Der kleine Mann mit der großen Stimme, die so früh verstummen mußte. Auf seinem Grabstein ist der Satz zu lesen: "Ein Stern fällt...." A.L.
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2 CDs Spielzeit: 2h26'03"
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Letztes Update: 27.02.2007, 01.16 Uhr |
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