|
Carlos Mena *1971 |
|
De AETERNITATE mit Werken von ++ Aufzeichnung aus der Kirche von Bra (Belgien), November 2000 ++
Musik kann wie kaum eine andere Stimm- oder Gestikäußerung Gefühle in einer Deutlichkeit transportieren, dass Expressivität nicht nur von Anbeginn ein Wesensmerkmal war, sondern in weit größerem Maße eine Anforderung an Auftragsmusik oder Musik, die mit Sendungsbewusstsein daherkam. Carlos Mena, der begnadete spanische Countertenor, der bei Emma Kirkby und René Jacobs Lehrgeld bezahlt hat und der auf diversen Barockeinspielungen unterschiedlicher Labels zu hören ist, hat sich für sein 2001er Soloalbum ein Repertoire vorgenommen, das bislang nur ungenügend diskographisch erschlossen ist: Liedschaffen des deutschen Protestantismus abseits von Johann Sebastian Bach. Auch wenn die Familie Bachs mit zwei Werken vertreten ist, sind es ansonsten eher unbekannte Komponisten, die auf diesem Album zu hören sind. Der durch die Filmmusik zu Dany Levis Film "Stille Nacht" einem breiteren Publikum bekannte Countertenor, der derzeit als Professor für Gesangstechnik und Interpretation an der Universität von Salamanca tätig ist, überzeugt auch in diesem neuen Album durch klare Intonation, Ausdrucksstärke und Treffsicherheit auch in der Höhe, ohne je angestrengt oder gepresst rüberzukommen und beweist dadurch ein weiteres Mal, dass er zu den besten Countertenören gehört, die wir derzeit haben! Die meisten der Lieder sind von überwältigender Schlichtheit - und sicher auch deshalb so gefangen nehmend, in besonderem Maße trifft dies auf das, man möchte sagen: leider, nur 5:27 lange "Ach wie sehnlich wart' ich der Zeit" von Johann Michael Bach (1648-1694) zu, dass für den Rezensenten zu den absoluten Highlights von "De Aeternitate" zählt! Dirk Carius
|
|
|
|
1 CD Mirare / Vertrieb: Harmonia Mundi Mir9911
|
Letztes Update: 16.08.2007, 19.05 Uhr |
- Alle Angaben ohne Gewähr! - |