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Flórez, Juan Diego |
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Great Tenor Arias Juan Diego Flórez singt Arien aus: Gluck: Orpheus ed Euridice * Verdi: Rigoletto * Un giorno di regno * Rossini: L'italiana in Algeri * Semiramide * Donizetti: La figlia del reggimento * Lucrezia Borgia * Halévy: La Juive * Cimarosa: Il matrimonio segreto * Puccini: Gianni Schicchi Juan Diego Flórez, Tenor Orchestra Sinfonica e Coro di Milano Giuseppe Verdi SACD Surround SACD Stereo CD Audio Aufgenommen: 24. - 30. März 2003 im Auditorium di Milano Die Fans von Juan Diego Flórez können aufatmen, liegt jetzt doch sein drittes Soloalbum vor und auch in einer Operngesamtaufnahme kann man ihn bewundern. Flórez hat sich wiederum ein großartiges Arienprogramm ausgesucht, von Rossini, Donizetti, Verdi und Puccini bis hin zu Gluck, Cimarosa und Halévy, das er in schon gewohnter Manier zu Gehör bringt. Lediglich auf eine Arie hätte er meines Erachtens verzichten können und zwar auf die des Herzogs La donna è mobile aus Verdis Rigoletto. Nicht etwa weil er sie schlecht singt, nein, diese Arie ist zu abgedroschen, findet man sie doch in jedem Tenor-Arien-Album. Aber sonst ist das Programm erste Sahne. Es wird eröffnet mit der Arie J'ai perdu mon Euridice aus Glucks Orphée et Euridice. Eine Arie, die man ansonsten von einer Mezzosopranistin gesungen gewohnt ist und nicht von einem Tenor. Flórez hat sich für die Französische Fassung entschieden, die am 2.8.1774 in Paris zur Aufführung kam. Auch dort hat ein Tenor brilliert: Joseph Legros (7.9.1730 - 20.12.1793), der allein in sechs Uraufführungen von Opern Christoph Willibald Glucks mitgewirkt hat. Man hört besagte Arie deshalb selten von Tenören, weil die Höhe extrem schwierig ist. Es gab noch einen lyrischen Tenor vergangener Tage, der die Arie vorbildlich gesungen hat: Tito Schipa. Juan Diego Flórez steht ihm in nichts nach, er singt J'ai perdu mon Euridice einfach grandios und sorgt für Gänsehauteffekt. Auch der junge Verdi mit Un giorno di regno (seine zweite Oper) ist bestens geeignet für den Belcantisten Flórez, ist sie musikalisch von Donizetti doch nicht weit entfernt. Den Komponisten Rossini und Donizetti bleibt er treu auf dieser CD, hat er doch gerade mit ihren Werken Furore gemacht. Das Solo aus der Oper Lucrezia Borgia von Donizetti wurde eigens für den Tenor Giovanni Mario (1810 - 1883) geschrieben, der mit bürgerlichem Namen Giovanni Matteo, Cavaliere di Candida hieß und einer Adelsfamilie entstammte. Ein zweites Solo schrieb Donizetti für den Tenor Nikolai Iwanow (1810 - 1880). Flórez singt hier die Arie, die von Giovanni Mario einst gesungen wurde, sehr ausdrucksvoll. Sie ist so gut wie nicht bekannt. Richard Bonynge, Dirigent und Ehemann von Joan Sutherland, hat sie entdeckt und in seine Gesamteinspielung mit drei grandiosen Solisten (Joan Sutherland, Giacomo Aragall und Marilyn Horne) aufgenommen. Angemerkt sei noch, dass Donizetti die Oper Lucrezia Borgia öfters umschreiben mußte, da Zensoren verschiedener italienischer Städte eine Aufführung auf Grund des Inhaltes verboten hatten, deshalb wurden die oben erwähnten beiden Soli nachträglich für die angeführten Tenöre geschrieben und eingefügt. Eine selten eingespielte Arie ist die des Paolino aus Il matrimonio segreto von Cimarosa, äußerst effektvoll und genau richtig für die Stimme von J. D. Flórez. Auch mit dieser Arie hatte er in Tito Schipa einen berühmten Vorgänger. Die Arie des Rinuccio, dem jungen Liebhaber in Puccinis Einakter Gianni Schicchi, hat es in sich. Für einen Sänger wie Flórez, der aus der Tradition des Belcanto kommt, der über eine leichte und bewegliche Stimme verfügt, kann hier seine tenoralen Fähigkeiten glänzen und erstrahlen lassen, was er reichlich tut. Bei Semiramide, L'italiana in Algeri und La figlia del reggimento ist Flórez bestens aufgehoben und eh zu Hause, es bedarf keiner großen Worte. Aus der Oper La Juive (Die Jüdin) von Fromental Halévy singt Flórez die Arie Loin de son amie vivre sans plaisirs des Fürsten Leopold (zweite Tenorrolle der Oper, in der der Sänger noch in der Doppelrolle des Juden Samuel auftritt)). Hier muß und kann Flórez zeigen, was er stimmlich zu bieten hat, denn die Arie ist mit vielen hohen Tönen gespickt. Er bleibt den Beweis nicht schuldig. Abschließend kann man sagen: Die CD ist gelungen und lässt Freude und immensen Hörgenuß aufkommen. A.L. Die erste Opern-Gesamtaufnahme mit Juan Diego Flórez: Gioacchino Rossini: Le Comte Ory Katalog-Nr.: 477 502-0 Deutsche Grammophon
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1 CD oder SACD (Hybrid) Spielzeit: 58'25"
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Letztes Update: 27.02.2007, 01.16 Uhr |
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