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Maria Cebotari singt Arien aus:
Figaros Hochzeit * Die lustigen Weiber von Windsor * La
Traviata * La Bohème * Madame Butterfly * Ariadne auf Naxos * Salome * Daphne *
Der Zigeunerbaron
Maria Cebotari, Sopran
mit Tiana Lemnitz * Willi Domgraf-Fassbaender * Helge
Rosvaenge * Heinrich Schlusnus * Peter Anders * Walther Ludwig * u.a.
Berliner Rundfunk-Sinfonie-Orchester * Wiener
Philharmoniker
Dirigenten: Herbert von Karajan * Artur Rother * Felix Prohaska * Hanns
Steinkopf
Die Aufnahmen stammen vom Reichsrundfunk und wurden in den Jahren 1942, 1943,
1948 & 1949 aufgenommen.
Maria Cebotari, geboren 10.02.1910 in Kischinew (Bessarabien) und verstorben
am 09.06.1949 in Wien. Auch bei ihr kann man sagen: Wen die Götter liebhaben,
der stirbt jung. Auf der Höhe ihres Ruhmes musste sie mit 39 Jahren von der
Bühne des Lebens und der Oper abtreten, da ein Krebsleiden ihrem Leben ein zu
frühes Ende setzte.
Schon sehr früh wurde man auf ihre wunderschöne Stimme aufmerksam, wenn sie
sonntags in der Kirche sang. Ihre Eltern hielten nicht viel von Künstlern und
deshalb war es für sie schwierig, das Konservatorium ihrer Heimatstadt zu
besuchen. Durch die Heirat mit dem Grafen Alexander Wyruboff, einem Schauspieler
und Leiter des Moskauer Künstlertheaters, einer Wanderbühne von Emigranten,
gelang es ihr sich dem Gesang zu widmen. Am 15. April 1931 gab sie an der
Dredener Staatsoper ihr Debüt als Mimi in Puccinis "La Bohème".
Im gleichen Jahr wurde sie von Bruno Walter als Eros in Glucks "Orpheus
und Eurydike" zu den Salzburger Festspielen verpflichtet. Im Jahr 1934
wurde sie zur Kammersängerin ernannt, eine Auszeichnung, die weder vor ihr noch
nach ihr einer 24-jährigen je zuteil wurde. Ihre gesanglichen Höhepunkte
erlebte sie in Berlin, Dresden, Wien, London, Paris, Mailand, Rom und Zürich in
den Opern: Figaros Hochzeit * La Traviata * La Bohème * Madame
Butterfly * Salome * Don Giovanni * Der Rosenkavalier *
Entführung aus dem Serail u.a. Auch an folgenden Uraufführungen war sie
beteiligt: Die schweigsame Frau (Strauss) * Romeo und Julia
(Sutermeister) * Vin herbé (Der Zaubertrank, F.Martin) * Dantons Tod
(von Einem). Sechs Kinofilme hat sie gedreht (zwei davon mit Benjamino Gigli).
1938 lässt sie sich scheiden und heiratet den Schauspieler Gustav Diessl (Die
weiße Hölle vom Piz Palü, Spielfilm). Auch er stirbt sehr früh. Die beiden
verwaisten Söhne werden von dem englischen Pianisten Clifford Curzon adoptiert.
Maria Cebotaris Begräbnis in Wien wurde zu einer der größten Bezeugungen der
Liebe und Verehrung, die je einem Künstler auf seinem letzten Weg zuteil
geworden war. A.L.
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