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Joseph Calleja singt Arien aus:
Verdi: La Traviata * Macbeth * Rigoletto * Donizetti: L'elisir
d'amore * Lucia di Lammermoor * Cilea: Adriana Lecouvreur * L'arlesiana *
Puccini: Madama Butterfly
Joseph Calleja, Tenor
Partner sind: Lydia Easley, Mezzosopran * Giovanni Battista
Parodi, Bariton * Coro die Milano Giuseppe Verdi
Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi
Dirigent: Riccardo Chailly
Joseph Calleja, der Youngster unter den neuen Tenören, die in die
Aufnahmestudios stürmen, in ihren ersten Rollen auf den Opernbühnen ihr Debüt
geben und zu bewundern sind, die auf den Brettern, die die Welt bedeuten, eine
große Karriere starten wollen. Es sei jedem gegönnt, wenn es ihm gelingt,
außerdem wollen wir, das Publikum, endlich mal andere Stimmen hören und nicht
nur immer das Dreigestirn.
Die Decca bringt nun einen zweiten Tenor auf den CD-Markt. Nachdem Juan Diego
Flórez im letzten Jahr sehr gut eingeschlagen hat, hofft man nun wohl auf
ähnliche Resultate bei Joseph Calleja. Er ist noch sehr jung, ganze 26 Jahre
alt und er hat schon auf etlichen Bühnen gesungen. Mit 19 Jahren debütierte er
als Macduff in Verdis Macbeth im Astra-Theater auf Maltas Nachbarinsel
Gozo. Damit sind wir schon bei seiner Nationalität: Joseph Calleja ist
Malteser, stammt also aus Malta. Weitere Opern, in denen er seinen Auftritt
hatte, waren: L'elisir d'amore (Donizetti) in Valetta, Isabella (Azio
Corghis) in Pesaro, Gianni Schicchi (Puccini) beim Spoleto Festival in
Charleston, Don Giovanni (Mozart) bei den Regensburger Festspielen, Il
barbiere di Siviglia (Rossini) in Brüssel und Liège, Si j'étais roi
(Adam) in Wexford, Don Pasquale (Donizetti) in Brüssel, Un giorno di
regno (Verdi) in Bologna, Rigoletto (Verdi) an der Welsh National
Opera und am Covent Garden, La sonnambula (Bellini) an der Wiener
Staatsoper. Auch in Kopenhagen, bei den Bregenzer Festspielen, an der
Frankfurter Oper, an der Bayerischen Staatsoper in München konnte man ihn
bewundern. 1998 gewann er in Mailand den Caruso-Wettbewerb. Für seine Jugend
hat er ein erstaunlich umfangreiches Rollen-Repertoire und durfte auch schon
etliche Bühnen kennen lernen.
Calleja fing an, als er merkte, dass er eine gute Stimme hat, Mario Lanza zu
imitieren, was seiner voce nicht gut tat. Auch Pavarotti hat er imitiert. Diese
Floskeln hat ihm sein Gesangslehrer, der maltesische Tenor Paul Asciak,
ausgetrieben. Dieser hat gleich erkannt, welches Potential in dem jungen
angehenden Sänger steckte, nämlich das eines leichten lyrischen Tenors. Seine
Stimme klingt jung, strahlend und sogar ein ganz wenig metallisch. Sie springt
schnell an und kommt auf den Punkt und sein sehr leichtes Vibrato wirkt absolut
nicht störend, im Gegenteil. Die Stimme ist sehr sympathisch und nimmt sofort
gefangen. Man kann nur hoffen, dass ihm die Plattenindustrie die richtigen
Angebote unterbreitet und er immer weiß, was er sich zumuten kann und
darf. A.L.
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