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Aria - Les plus beaux airs (1600 - 1800) |
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ARIA 1600-1800 CD1: Die Arie in den italienischen Opern und Oratorien
1607-1729 CD2: Die Arie im europäischen Barock CD3: Der deutsche Barock und die Wiener Klassik ein Wiederhören mit Einspielungen der Harmonia Mundi
1979-2002
Natürlich MUSS ein solcher Überblick mit einer der ersten Opern überhaupt - Monteverdis L'Orfeo - beginnen und was eignet sich generell besser als Geschmacksanreger wie der berühmte Prolog eben dieser Oper. Und natürlich war es auch jener Monteverdi, der die Arie weiterentwickelte und dem belcanto den Weg ebnete, was durch Auszüge aus seinen Ritorno d'Uliise in Patria und L'Incoronazione di Poppea eindrucksvoll verdeutlicht wird. Eine hier ausgegrabene Kostbarkeit, die wenig bekannt ist, aber das Herausbilden der Arie als einer solistischen Gesangsform in erhabenen Tönen gefördert haben mag und in jedem Falle einen Klanggenuss bereitet, ist das Madrigal T'Amo mia Vita von Luzzasco Luzzaschi (1547-1607) (Track 1/4). Einen Höhepunkt erreicht die italienische Arie sicher im Schaffen von Alessandro Scarlatti, der dies in weit über 100 Oratorien und Opern unter Beweis gestellt hat. Leider ist er auf dieser Gesamtschau nur durch das Duett zwischen Abel und Kain aus dem Oratorium Il Primo Omicidio - Caino und durch eine von Dorothea Röschmann brillant intonierte Arie der Griselda aus der gleichnamigen Oper vertreten. Nun ja, man muss sich ja eben immer auf eine Auswahl beschränken. Einmal herausgebildet, zieht der Belcanto sich durch die Werke zahlreicher Barockkomponisten, die zu den anerkannten Meistern ihrer Zunft gehören - seien es der Begründer der französischen Nationaloper Lully (neben Ouvertüre 2 Arien aus der Armide), Charpentier (1 Arie aus der Médée), Rameau (je 1 aus Les Indes Galantes [einfach toll!!!] und Castor & Pollux), der Engländer Purcell (King Arthur sowie Dido & Aeneas) oder aber der Meister und Ureuropäer Georg Friedrich Händel (mit Auszügen aus dem Rinaldo, Serse, Giulio Cesare, Ottone) und schließlich das Kirchenmusikschaffen eines Johann Sebastian Bach. Schließlich und endlich dokumentiert dieser Überblick die Weiterentwicklung und Ausklänge des Belcanto in den Werken von Telemann, Keiser, Dauvergne, Graun, in den vereinzelten Beispielen bei Mozart und schlussendlich in den Epigonen der Wiener Klassik Haydn (vielleicht auch in Ermangelung einer bei HM eingespielten Oper die Kantate Hob XXIVa:4 Qual Dubbio Ormai) und Beethoven (Oratorium Christus am Ölberge). Eine sehr lehrreiche, aber in keiner Weise belehrende musiktheoretische Hintergrunddokumentation im Begleitheft und eine sehr ansprechende, geschmackvolle Aufmachung des ganzen Packs runden den schon musikalischen Hochgenuss noch ab und für um die 30 EUR (NP) für die drei CDs ist das nachgerade ein Schnäppchen, kriegt man doch gewohnt erstklassige Einspielungen von führenden und anerkannten Stars der Barockmusikinterpretation. D. C.
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CDs Spielzeit:
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Letztes Update: 27.02.2007, 01.16 Uhr |
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