Ratgeber: Filzläuse

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Filzläuse gehören nicht zu den Krankheiten. Es handelt sich vielmehr um Ungeziefer, das relativ häufig vorkommt und sich mit Vorliebe in den Schamhaaren, aber auch in der Brustbehaarung und unter den Achseln festsetzt. Filzläuse holst du dir durch engen Körperkontakt mit befallenen Personen. Öfters bleiben die Eier der Filzläuse aber auch in wenig hygienischen Betten zurück und warten dort auf ein nächstes Opfer. Mit Ausnahme des heftigen Juckens, das die ausgeschlüpften Viecher verursachen, sind Filzläuse harmlos. Kratzen ist reine Symptom-Behandlung: so verschwinden die Winzlinge nicht. Hingegen sind sie mit einem entsprechenden Spezialgel aus der Apotheke problemlos zu beseitigen (Jacutin).

Daraufhin bekamen wir folgenden Hinweis per EMail:

Wissenswertes über Filzläuse

»Es geht um Euer Sexikon, genauer um die Tips über Filzläuse. Daran ist mir eine grobe Unrichtigkeit aufgefallen, die geeignet ist, das ganze Thema der Hysterie zuzuführen. Harmlos wie die Viecher nun mal sind, sie sind halt lästig, vor allem, wenn sie einem keine Ruhe geben wollen... Aber: was Ihr über die Gefahr schreibt, dass man sich Eier der Tierchen aus dem Bett auflesen kann, ist so nicht haltbar.

Ihre Eier legt die Filzlaus bekanntlich in eine feste Hülle ab, die sie mit einer Art Manschette etwa einen Millimeter oberhalb der Haut an das Haar (im Busch) befestigt. Nur dort kann es nämlich in Feuchtigkeit und Wärme schön heranreifen (ca. 7 bis 9 Tage)! Dann verlässt die junge Laus ihr "Haus". Mann kann mit Pinzette oder auch guten Fingernägeln diese Eier abziehen, indem man sie unterhalb anfässt und dann am Haar langzieht. Richtig angebrachte Eier sind in der Regel so fest am Haar, dass sie unter keinen Umständen, schon gar nicht durch bloßes Kratzen, abfallen können. Wenn etwas im Bett zu liegen kommt, dann können das nur verlassene und leere Eihüllen sein!

Außerdem kann selbst ein abgezogenes Ei niemals von alleine wieder an seinen naturgemäßen Reifeplatz finden. Filzläuse sind auch so klein, dass sie es unter keinen Umständen wagen würden, sich auf eine "Reise" über zwei km Laken zu begeben in der alleinigen Hoffnung, dass sie dort noch einen neuen Wirt finden. Sie wechseln nur den Wirt, wenn es absolut sicher ist, und das ist in der Regel dann der Fall, wenn sich Haut an Haut rubbelt, am besten, wenn einer oben liegt, der andere unten, aber auch bei stehenden Kontakten wird übergesprungen, dazu reicht das sich Verhaken von "Pubic Hair" - "Scham"haar sollte aus dem deutschen Wortschaft gestrichen werden...

Jakutin ist übrigens inzwischen - wegen des Inhalts Lindan - verschreibungspflichtig. Der Doktor freut sich! Das muss aber nicht sein, denn ich kann allen Betroffenen mit einigermaßen guten Augen und einer Pinzette, einer guten Leuchte sowie etwas Geduld das simple Einsammeln der Tierchen und Ihrer Eierchen anraten. Vor allem, wenn man gut aufpasst und nach jedem "Kontakt" vorsichtshalber mal nachschaut. Dann kann man nämlich meistens schon die ein, zwei neuen Untermieter einsammeln, noch ohne dass diese sich vermehrt haben. Und gesünder ist's auch! Wer sie schon in der Brustbehaarung hat, der muss davon ausgehen, dass er einem ganzen Kleinvolk Raum und Nahrung bietet. Das ist dann schon Völkermord und ein Fall für den Tierschutz!«

Daraufhin bekamen wir wiederum folgenden Hinweis:

Behandlung

»Jacutin ist in der Tat verschreibungspflichtig, da es das Insektenvernichtungsmittel Lindan enthält. Die Tatsache, dass man es also nicht in der Apotheke ohne Rezept erhält (man also zum Arzt seines Vertrauens gehen muss), mag für einige ein Problem sein.

Aber es gibt Abhilfe:

  1. Lindan N (man beachte das "N") ist NICHT verschreibungspflichtig und wirkt genauso gegen (Filz-)Läuse. Erhältlich als Spray (90 ml, ca. 12 €). Anwendungsdauer: eine halbe Stunde einwirken lassen, abwaschen. Wiederholung nach 10 Tagen.
  2. Goldgeist forte ist ebenfalls NICHT verschreibungspflichtig. Erhältlich als Lösung: 75 ml, ca. 7-8 € (=N1 Packung) oder 500 ml, ca. 28 € (=N3 Packung). 500 ml dürften wohl ausreichen, um auch den/die Partner günstig mitzubehandeln. Anwendungsdauer (wie oben): eine halbe Stunde einwirken lassen, abwaschen. Wiederholung nach 10 Tagen.

P.S.: Die eigentliche Indikation für Jacutin (ohne "N") ist Scabies (Krätze) und nicht Filzläuse (das ist wie wenn man mit Kanonen auf Spatzen schießen würde)!«

Letztes Update: 24.10.2003

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