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Peter Dempf
Er lebt wie eine Kerze, die von zwei Seiten brennt. Michelangelo Merisi, genannt
Caravaggio, akzeptiert keine Grenzen, er ist in allem maßlos: Seine Genusssucht zerstört seine Gesundheit, seine aufbrausende Gewalttätigkeit bringt ihn immer wieder in den Kerker, seine Bilder machten ihn beim einfachen Volk zum populärsten Maler des frühen siebzehnten Jahrhunderts – und zum
gehassten Ketzer für den Vatikan. Nur einige wenige Freunde sind ihm in seinen letzten Lebensjahren geblieben. Um seinen möglichen Mörder vor der Nachwelt anzuklagen, bannt Caravaggio dessen Konterfei auf sein Gemälde »Das Haupt des
Johannes«.
Peter Dempf hat aus den letzten Lebensjahren Caravaggios einen Kunstkrimi geformt, der mit äußerster Detailgenauigkeit den untergründigen
Bedingungen für die Entstehung seiner ungeheuerlichen Kunstwerke nachspürt. Lebensprall, voller Farben und Gerüche, Intrigen, Lastern und faszinierenden Figuren entsteht die Epoche Caravaggios.
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