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Andreas Steinhöfel
Würde man Max fragen, was mit seinem Leben nicht in Ordnung sei, fiele ihm die
Antwort nicht schwer: Er sei der egalste Junge der Welt. Seinen Eltern könnte er nicht gleichgültiger sein, sie scheinen ihren Lebensinhalt in endlosen
Streitereien gefunden zu haben. Und auch Freunde hat Max kaum. Weshalb er eine Unmenge Zeit damit verbringt, durch Berlin zu streifen, mit S- und U-Bahn,
Tram oder Bus sämtliche Stadtviertel abzugrasen. Eines Tages geschehen jedoch unglaubliche Dinge…
Hätte ein anderer Autor dieses Buch geschrieben, würde es von der Kritik wahrscheinlich als "einfühlsames modernes Märchen" abgetan.
Glücklicherweise liegt Andreas Steinhöfel nichts ferner als Kitsch und gute Worte. Zwar erzählt er eine abenteuerliche Geschichte im Stil moderner
Fantasy-Romane, aber seine Figuren sind auf eine schmerzhafte Weise real, greifbar, gegenwärtig. Und bei allem Zynismus ist er weit davon entfernt,
seine Figuren der Ausweglosigkeit zu überlassen. Sie finden Kraft in sich selbst, trotz oder gerade wegen der Gleichgültigkeit ihres Umfeldes. Und das
macht sie zu wahren Helden!
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