Das Auge in der Tür

Pat Barker

England, kurz vor dem Ende des Ersten Weltkrieges: Obwohl sich die Erfolgsmeldungen gegen die "Krauts" häufen, macht sich im Vereinten Königreich Nervosität breit. Alle, die irgendwie von der Norm abweichen und das herrschende Establishment in Frage stellen, werden verfolgt. Ein Häftling hat im Gefängnis ein übergroßes Auge an eine Tür gemalt, ein Symbol für die allgegenwärtige Überwachung. Und dieses Auge scheint in die Köpfe der Hauptakteure dieses düsteren Romans zu dringen: Sie wissen, daß sie etwas zu verbergen haben, daß sie unter Beobachtung stehen, doch sie reiten sich immer tiefer in den Schlamassel rein...

Das Thema Homosexualität ist nur eines von mehreren, aber es paßt eben nicht in diese militärisch-bürgerliche Gesellschaft jener Tage. Dieses Buch ist beklemmend, doch es ist auch ein ganz besonders guter historischer und psychologischer Roman!

dtv
9,46 EUR

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© 2001 Dirk Kurz